Netzwerk der Ernährungsräte in Deutschland gegründet

Netzwerk der Ernährungsräte in Deutschland gegründet

Die Ernährungsräte in Deutschland haben sich auf Bundesebene im Netzwerk der Ernährungsräte zusammengeschlossen. „Das ist ein großer Fortschritt auf dem Weg zu einer Ernährungswende,“ kommentiert der Sprecher des Instituts für Welternährung Wilfried Bommert die Neugründung. „Die Zivilgesellschaft hat damit eine Organisation geschaffen, die mit der Bundesregierung auf Augenhöhe diskutieren kann.“

Ein Schritt, der dringend notwendig sei, um die Weichen für eine deutsche Ernährungsstrategie zu stellen. Darin müssten die Ernährungsräte nicht nur einen Platz finden, betont Bommert, sondern auch eine Finanzierung. Die Zivilgesellschaft stelle nach Auffassung des Instituts für Welternährung eine zentrale Kraft bei der ökologischen Transformation unseres Ernährungssystems dar. Das müsse von der Regierung anerkannt und durch ein entsprechendes Förderungsprogramm für Regionale Ernährungskreisläufe gewürdigt werden. 

Inzwischen arbeiten mehr als 60 Ernährungsräte allein in Deutschland. „Über unsere Ernährung bestimmen heute vor allem große Agrar- und Lebensmittelkonzerne, die auf den Weltmarkt ausgerichtet sind. Doch immer mehr Menschen wollen mitentscheiden, wo ihr Essen herkommt und wie es produziert wird,“ so Valentin Thurn, Gründer des Kölner Ernährungsrats und Mitglied im neuen Netzwerkvorstand.

„Höchste Zeit also, dass das Netzwerk der Ernährungsräte lokale ernährungspolitische Impulse bündelt und dafür sorgt, dass die nachhaltige Transformation auch hierbei als dringliche „Chefsache“ behandelt wird!,“ sagt Gundula Oertel, die den Berliner Ernährungsrat mitgründete und jetzt ebenfalls Mitglied im neuen Netzwerkvorstand ist. Ophelia Nick, grüne Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft begrüßt die Initiative, „denn ohne Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft schaffen wir die Ernährungswende nicht.“ 

Neben Valentin Thurn und Gundula Oertel wurden fünf weiter Vorstandskolleg:innen gewählt: Anna Sophie Feigl (München), Judith Busch (Oldenburg), Julia Marx(Oberfranken), Anna Wissmann (Bonn) und Karen Schewina (Frankfurt a.M.).

IWENetzwerk der Ernährungsräte in Deutschland gegründet
Ausschreibung Ursula Hudson Preis 2023

Ausschreibung Ursula Hudson Preis 2023

Ursula Hudson, Foto: Jürgen Binder

Mit dem Ursula Hudson Preis honoriert Slow Food Deutschland Menschen, die sich um die Ernährungswende verdient machen und Vorbildcharakter für Akteur*innen der Ernährungswelt haben. Engagierte können sich selbst bewerben oder nominiert werden. Ein unabhängiges fünfköpfiges Kuratorium wählt die Nominierten und Preisträger*innen aus. Bewerbungen für 2023 können bis zum 14. Mai eingereicht werden.

Mit dem Ursula Hudson Preis möchte Slow Food die öffentliche Aufmerksamkeit
auf engagierte und tragfähige Beispiele der Ernährungswende lenken. Ausgeschrieben ist er für Einzelpersonen, Initiativen oder Gruppierungen, die im Ernährungsbereich bzw. der Ernährungspolitik und -bildung aktiv sind. Akteur*innen können sich entweder selbst bewerben oder durch den Vorschlag Dritter nominiert werden. 2023 wird der Preis bereits zum dritten Mal verliehen. Er ist nach Dr. Ursula Hudson benannt, der langjährigen, im Sommer 2020 verstorbenen Vorsitzenden von Slow Food Deutschland. 

Die gewählten Akteur*innen setzen sich auf beispielhafte Art und Weise für eine nachhaltige und faire Weise, Lebensmittel zu erzeugen, zu verarbeiten, zu handeln und zu genießen, ein. Dies tun sie in Theorie oder Praxis. Sie verleihen der Ernährungswende ein Gesicht. Die Ausschreibung des Preises steht verschiedenen Menschen offen – Engagierten aller Altersgruppen und diverser Disziplinen. Das Preisgeld von 1.500€ soll die Preisträger*in bei der Wissensvermittlung unterstützen. 

SFD-Vorsitzende Nina Wolff freut sich auf die diesjährigen Einreichungen: „Ebenso wie die Mitglieder des Kuratoriums sind auch wir im Vorstand von Slow Food Deutschland auf die Kreativität, die Energie und die Entschlossenheit der Teilnehmenden gespannt. Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre haben uns nachhaltig beeindruckt. Dazu zählt auch, dass nicht nur der Preisträger oder die Preisträgerin am Ende des Tages als Gewinner*in nach Hause geht. Alle Nominierten werden in ihrem Wirken und Schaffen für ein gutes, sauberes und faires Ernährungssystem bekräftigt. Und das Zusammenkommen bei der Preisverleihung stärkt das Miteinander. Gerade in diesen anhaltend herausfordernden Zeiten schöpfen Engagierte daraus Zuversicht.“ 

Seit 2022 wird der Ursula Hudson Preis auch auf internationaler Ebene von Slow Food verliehen – im Zwei-Jahres-Turnus im Rahmen von Terra Madre Salone del Gusto. 

Mehr Informationen und Details zum Ursula Hudson Preis finden Sie hier.

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<strong>Schluss mit Werbung für ungesunde Lebensmittel für Kinder </strong>

Schluss mit Werbung für ungesunde Lebensmittel für Kinder 

Bundesernährungsminister Cem Özdemir hat seine Pläne für eine Beschränkung von Werbung für ungesunde Lebensmittel für Kinder bekannt gegeben. Darin gereift der Minister die Initiative der Zivilgesellschaft auf, die eine Verbot fordert für

  • Werbung für ungesunde Lebensmittel für Kinder in öffentliche Medien (Fernsehen und Internet) zwischen 6 und 23 Uhr,
  • eine Bannmeile von 100 Meter um Schulen und Kindergärten, Spielplätzen und Freizeiteinrichtungen, die vor allem von Kindern besucht werden.
  • und von an Kinder gerichtetes Sponsoring für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt. 

Das Institut für Welternährung, das diese Initiative mit einer eigenen Studie untermauerte und sie im Netzwerk #ErnährungswendeJetzt mit auf den Weg gebracht hat, sieht darin einen Meilenstein im Kampf gegen Fehlernährung.

Der Entwurf des Ministers ist der Beginn einer neuen Politik, die gesunder Ernährung Vorrang einräumt gegenüber wirtschaftlichen Interessen der Ernährungsindustrie, kommentiert der Sprecher des Instituts für Welternährung Dr. Wilfried Bommert, den Gesetzesentwurf von Bundesernährungsminister Cem Özdemir. „Wir sehen darin einen Erfolg der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung einer Ernährungswende und eine gute Grundlage für die weitere Zusammenarbeit an einer deutschen Ernährungsstrategie in 2023.“

IWESchluss mit Werbung für ungesunde Lebensmittel für Kinder 
Den Soli brauchen wir für die Gesundheit unserer Kinder, Herr Lindner

Den Soli brauchen wir für die Gesundheit unserer Kinder, Herr Lindner

Unser Bundesfinanzminister Lindner (FDP) will den Soli ganz abschaffen. D.h. zum Beispiel für 3,5% der bundesdeutschen Bevölkerung, die alleinstehend mehr als 96 000 EUR oder verheiratet mehr als 193 800 EUR pro Jahr verdienen (Finanztip vom 23.01.2023), soll diese „Abgabe“, Soli genannt, nach Lindners Willen entfallen.

Wie weit ist Herr Lindner inzwischen von der bundesdeutschen Realität entfernt? Weiß er nichts über die Millionen Kinder, die an der Armutsgrenze leben? Ist ihm entgangen, dass 13,8 Millionen Menschen demnach hierzulande derzeit zu den Armen gerechnet werden (Paritätischer Armutsbericht 2022). Nimmt er nicht zur Kenntnis, dass immer mehr Kinder und Jugendliche übergewichtig werden? Adipositas droht zur Volkskrankheit Nr. 1 zu werden, Diabetes folgt unmittelbar danach. Verantwortlich hierfür ist eine Ernährung, die zunehmend von industriell hoch verarbeiteten Produkten bestimmt wird. Sie enthalten zu viel Zucker, Fett und Kalorien und eine Vielzahl von gesundheitlich bedenklichen Zusatzstoffen.

Die damit verbundenen Folgen übersteigen mittlerweile die gesundheitlichen Schäden, die durch den Konsum von Alkohol, Drogen und Nikotin angerichtet werden. Verdrängt Herr Lindner die Kosten für die Behandlung dieser zivilisatorischen Krankheiten heute und in Zukunft? Dass die indirekten, auf Adipositas zurückzuführenden Kosten deutschlandweit bei 33,65 Mrd. EUR (2015) liegen? Die Krankenversicherungen geben dazu gerne detailliert Auskunft. Die Kosten werden nach Rechnung der Weltbank zu massiven Belastungen der Volkswirtschaften führen. Und eins ist klar, so wie es zurzeit läuft, wird es nicht besser, es wird schlechter.

Was es braucht, ist eine Investition in gesunde Ernährung für unsere Kinder in Kitas und den Schulen. Herr Lindner, statt den Soli abzuschaffen: Investieren Sie das Geld in die Gesundheit unserer Kinder. Nehmen Sie einen Teil des Soli und investieren Sie es in eine gesunde, kostenfreie Kita- und Schulverpflegung. Investition in die Zukunft tut Not. Für unsere Kinder, ihr gesundes Essen, ihre Gesundheit und ihre Ausbildung. Ein kluger Kopf braucht gesundes Essen. Schade, dass Sie dieses Thema in seiner Bedeutung nicht sehen. Aber Sie könnten es ändern. Denn, wie heißt es so schön, und Sie kennen es aus Ihrer jugendlichen Beratertätigkeit: Wenn Hänschen nicht lernt, was gesundes Essen ist, lernt Hans das nimmer mehr.

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Einladung: Öko-Marketingtage 12.-13. Oktober 2022, Akademie Schloss Kirchberg

Einladung: Öko-Marketingtage 12.-13. Oktober 2022, Akademie Schloss Kirchberg

V. Öko-Marketingtage „30 Prozent Bio und mehr – die Marktentwicklung resilient gestalten“

12.-13. Oktober 2022, Akademie Schloss Kirchberg/Jagst

Es ist eine Zeitenwende: Die aktuellen weltweiten Krisen wirken sich auch auf die globalen Agrarmärkte und die nationale Land- und Ernährungswirtschaft aus. Zunehmende Inflation, gefährdete Versorgungs- und Ernährungssicherheit sowie unsichere Verfügbarkeit von Rohstoffen haben Folgen für alle Wirtschaftsbereiche. Mehr denn je wird deutlich: Es ist Zeit zu handeln. Mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen auf alle Lebensbereiche sind weitere Krisen programmiert. Eine klimafreundliche, sozial verträgliche und resiliente Wirtschaftsweise ist erforderlich, um den Herausforderungen der Zeit zu begegnen.

Bio-Land- und Ernährungswirtschaft bietet Lösungen
Der ökologische Umbau der Land- und Ernährungswirtschaft kann die zerstörerischen Auswirkungen des Klimawandels in vielen Bereichen eindämmen. Im Koalitionsvertrag „Mehr Fortschritt wagen“ hat die Bundesregierung vereinbart, die gesamte Landwirtschaft durch ökologischen Landbau an den Zielen Umwelt- und Ressourcenschutz auszurichten. Das Ziel sind 30 Prozent Ökolandbau bis zum Jahr 2030. Aktuell sparen aber viele KonsumentInnen wegen der Teuerung besonders im Bio-Einkaufskorb.

Bestehende Marktstrukturen anpassen
Wie ist das Ziel 30 Prozent Bio und mehr zu erreichen? Wie werden künftige Marktstrukturen gestaltet? Welche Maßnahmen können die Nachfrage ankurbeln? Wie lassen sich institutionelle Märkte schaffen? Wie die Expertise der Anbauverbände nutzen? Wie sehen faire Wertschöpfungsketten aus? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Öko-Marketingtage 2022 am 12. und 13. Oktober auf Schloss Kirchberg.

Führungskräfte von Verbänden, Handel und Unternehmen vor Ort
Bei den V. Öko-Marketingtagen stellen sich PräsidentInnen/Vorstände von IFOAM EU, Bioland, Demeter, Naturland, Biokreis, BÖLW, AöL, BNN sowie Führungskräfte aus Handel- und Unternehmenskreisen wie Rewe, Edeka oder tegut der Diskussion drängender Zukunftsfragen. Für wissenschaftlichen Input sorgen DozentInnen verschiedener Hochschulen.

Die Akademie, ihre Partner und Unterstützer
Die Öko-Marketingtage 2022 werden von der Akademie für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft veranstaltet. Partner der Tagung sind die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, die Verbände Bioland, Demeter, Ecoland, Naturland, die Assoziation Ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL), der Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sowie die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Unterstützt wird die Tagung u. a. von der Universität Kassel, der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, der Technischen Hochschule Nürnberg, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sowie dem Institut für Welternährung e.V.

Mehr Informationen zu Programm und Anmeldung:
www.schloss-kirchberg-jagst.de/marketing

Bei Rückfragen wenden Sie sich an
Frederik Schulze-Hamann, Telefon: +49 (0)7954 9 21 18 86, akademie@hdb-stiftung.com

IWEEinladung: Öko-Marketingtage 12.-13. Oktober 2022, Akademie Schloss Kirchberg
Petition gegen Christian Lindners Blockade eines nachhaltigen Umgangs mit Land in öffentlichem Besitz

Petition gegen Christian Lindners Blockade eines nachhaltigen Umgangs mit Land in öffentlichem Besitz

Die Ampel-Koalition hat im Koalitionsvertrag vereinbart, die weitere Privatisierung von öffentlichem Ackerland zu stoppen und diese Flächen an nachhaltig wirtschaftende Betriebe zu verpachten. Denn ein wesentlicher Teil der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland ist Eigentum von Kommunen, Städten und Bundesländern. Und eben diese Flächen im öffentlichen Besitz lassen sich im Sinne einer Agrarwende hin zu ökologisch nachhaltigem Wirtschaften nutzen. Konkret heißt es dazu im Koalitionsvertrag: „Die BVVG-Flächen werden für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie Klima- und Artenschutz genutzt. Dabei werden landwirtschaftlich genutzte Flächen vorrangig an nachhaltig bzw. ökologisch wirtschaftende Betriebe verpachtet und nicht veräußert.“

Nun blockiert Bundesfinanzminister Lindner die bereits getroffenen Vereinbarungen des Koalitionsvertrags, die die Förderung einer zukunftsfähigen und klimaangepassten Landwirtschaft ermöglichen sollten. So könnten mehr als 92.000 ha Flächen weiter im alten Stil vermarktet werden und der ökologischen Bewirtschaftung verloren gehen

Für den Verkauf und die Verpachtung ehemals volkseigener Flächen in Ostdeutschland ist die Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) zuständig. In den letzten 10 Jahren wurden im Zuge der angestrebten Privatisierung große Flächen an Konzerne wie Aldi und dem Rüstungsunternehmen Rheinmetall verkauft.

Landwirtschaftlich genutzter Boden in öffentlichem Besitz ist zum Investitions- und Spekulationsobjekt geworden. Mit der Folge, dass sich der Bodenpreis seit der Finanzkrise innerhalb von 10 Jahren verdoppelt hat. Gewinner dieser bisherigen Praxis sind agrarindustrielle Großbetriebe, die auf Intensivierung und maximale Erträge setzten, während Biodiversität, Gewässer, Böden, Nutztiere und das Klima leiden.

Das Nachsehen haben HofgründerInnen sowie bäuerliche, kleinere und ökologisch wirtschaftende Betriebe, die aufgrund extrem steigender Bodenpreise und den Aktivitäten außerlandwirtschaftlicher Investoren bereits unter Druck stehen.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft fordert Minister Lindner deshalb auf

1. Stoppen Sie die Privatisierung der BVVG-Flächen!
2. Verpachten Sie diese Fläche gemeinwohlorientiert!
3. Setzen Sie sich für eine gemeinwohlorientierte Landvergabe in Bund, Ländern und Kommunen ein.

Das Institut für Welternährung unterstützt diese Forderungen. Die Petition können Sie hier unterstützen.

Die AbL hat zudem einen Kriterienkatalog, für die  gemeinwohlorientierte Verpachtung von öffentlichem Land erstellt. Zu den Kriterien gehören unter anderem die Größe der bewirtschafteten Flächen, die Betriebsform und die Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze. bieten somit ein transparentes Verfahren zur Pachtvergabe, das für die Verwaltungen sehr einfach zu handhaben ist.

Wichtige Studie zum Bodenmarkt in Ostdeutschland:

Tietz A (2017) Überregional aktive Kapitaleigentümer in ostdeutschen Agrarunternehmen: Entwicklungen bis 2017. Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut: https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn059268.pdf

IWEPetition gegen Christian Lindners Blockade eines nachhaltigen Umgangs mit Land in öffentlichem Besitz
Pressekonferenz: V. World Organic Forum, 27. Juni 2022, 15 Uhr (hybrid)

Pressekonferenz: V. World Organic Forum, 27. Juni 2022, 15 Uhr (hybrid)

Einladung zur Pressekonferenz

V. World Organic Forum „Localizing SDGs. Creating an Global Network of Regions
on Organic Soil“ und 50 Jahre IFOAM – Organics International

Montag, 27. Juni 2022, 15 Uhr

Ort: Schloss Kirchberg, 74592 Kirchberg an der Jagst, Rokokosaal
hybrid – Anmeldelink über Zoom siehe unten

Die Akademie Schloss Kirchberg/Stiftung Haus der Bauern und IFOAM – Organics International, die internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen, laden herzlich ein zur gemeinsamen Pressekonferenz anlässlich des V. World Organic Forumund zur Feier des 50. Jubiläums der Organisation auf Schloss Kirchberg.

Das V. World Organic Forum widmet sich der lokalen Umsetzung der UN-Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Die diesjährige Konferenz wird vom 27. bis 30. Juni 2022 auf Schloss Kirchberg wieder im Präsenzformat stattfinden. Das Forum ist impulsgebender Ausgangsort für den Aufbau eines globalen Netzwerks von SDG-Regionen, im Norden wie im Süden, in denen die 17 Nachhaltigkeitsziele umgesetzt und mit Leben gefüllt werden. Dabei soll die lokale Verankerung der SDGs praxisorientiert vorangebracht werden. Eine besondere Rolle spielen hierbei die weltweiten Netzwerke der ökologischen Landwirtschaft und der Bio-Bewegung. Vor diesem Hintergrund ist 2022 eine enge Partnerschaft mit IFOAM – Organics International entstanden. Die Organisation lässt die 2022 stattfindenden Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der Organisation auch zum Bestandteil des V. World Organic Forum werden.

Wie können die 17 Ziele durch eine Bottom-up-Bewegung erfolgreich in ländlichen Regionen umgesetzt werden? Welche Bausteine bieten die SDGs für die regionale Planung und wie messen wir dies? Worin liegen die Chancen und Mehrwerte der ökologischen Landwirtschaft für die Umsetzung der SDGs in den Regionen der Welt? Wie greift die internationale Entwicklungszusammenarbeit der Deutschen Bundesregierung die praktische Lokalisierung der Agenda 2030 auf? Und welche Potenziale bieten Gemeinschaften starker Frauen, die regenerative Agrarkultur und neue Ansätze einer klimafreundlichen Landwirtschaft für die Verankerung der SDGs im Alltag vor Ort?

Diese und andere Fragen werden prominente ExpertInnen und Gäste wie u.a. Prof. Dr. Vandana ShivaChristine und Prof. Dr. Ernst Ulrich von WeizsäckerJanet Maro, Seine Majestät Osagyefuo Nana Amoatia Ofori Panin Okyenhene, 35. König der historisch gewachsenen Region Akyem Abuakwa in Ghana und Förderer der ökologischen Landwirtschaft, sowie Bäuerinnen und Bauern und TeilnehmerInnen aus der globalen Zivilgesellschaft bei Ihrem Erfahrungs- und Wissensaustausch leiten.

Pressekonferenz mit:

  • Rudolf Bühler, Vorstand Stiftung Haus der Bauern
  • Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Leiter der Akademie Schloss Kirchberg
  • Thomas Cierpka, Senior Manager Membership & Operations IFOAM – Organics International
  • Gabór Figeczky, Senior Manager Global Policy IFOAM – Organics International
  • Jan Plagge, Präsident IFOAM – Organics Europe

Sprache: Deutsch

Kontakt: akademie@hdb-stiftung.com; +49 (0) 7954 9 21 18-86

Link zur Teilnahme online:
https://us06web.zoom.us/j/81788253304?pwd=M3EranprSlN2QjlMSjRKRGpRdUJ6QT09

Meeting-ID: 817 8825 3304
Kenncode: 627430
Schnelleinwahl mobil: 
+496950500951,,81788253304#,,,,*627430# Deutschland
+496950500952,,81788253304#,,,,*627430# Deutschland

IWEPressekonferenz: V. World Organic Forum, 27. Juni 2022, 15 Uhr (hybrid)
Save the Date: World Organic Forum 26.-30.Juni

Save the Date: World Organic Forum 26.-30.Juni

Vom 26.- 30.06.2022 findet das 5. WORLD ORGANIC FORUM auf Schloss Kirchberg statt. Veranstalter ist die Akademie Schloss Kirchberg/Stiftung Haus der Bauern, welche zum 5. Mal diese Alternativ-Veranstaltung zum „WORLD ECONOMIC FORUM“ in Davos durchführt.

Beim WORLD ORGANIC FORM geht es nicht ums globale Großkapital, sondern um die Zukunft unseres Planeten und die Wege und notwendigen Schritte und Maßnahmen für den Frieden mit der Natur und zukunftsfähige Konzepte für eine nachhaltige Sicherung unserer Lebensgrundlagen.

Beim 5. WORLD ORGANIC FORUM liegt der Fokus auf „Localizing SDGs – Creating a Global Network of Regions on Organic Soil“ mit dem Ziel, die UN-SDGs auf den Boden zu bringen und weltweite Leuchttürme als SDG-Regionen zu etablieren welche die überlebensnotwendige Umsetzung dieser 17 globalen Nachhaltigkeitsziele von der Pariser Klimakonferenz 2015 voranbringt. Bedeutende Persönlichkeiten werden im Dialog mit dem internationalen Publikum um Lösungen ringen und ihre Visionen vortragen: sei es der Ehrenpräsident des Club of Rome, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Ulrich von Weizsäcker, IFOAM-Gründungspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hartmut Vogtmann, Alternative Nobelpreisträgerin Dr. Vandana Shiva, AR-Vorsitzender des World Future Councils Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald als auch Staatssekretär Jochen Flasbarth (noch nicht bestätigt) vom Ministerium für Entwicklung und Internationale Zusammenarbeit, Berlin, eine große Anzahl international renommierter Vordenker und Aktivisten geben sich ein Stelldichein um die Lösungsansätze für die Zukunft unserer EINEN WELT auf den Weg zu bringen.

Auszüge aus dem Konferenz-Programm:

  • 26.06. 19.00 h: Vorpremiere des neuen Kinofilms „Agrarwende Jetzt! Und es geht doch…“ von Denkmal Film/Bertram Verhaag
  • 27.06. 15.00 h: Pressekonferenz, anschließend Festakt 50 Jahre IFOAM-Organics International (INTERNATIONAL FEDERATION OF ORGANIC MOVEMENT)
  • 28.06. 17.30 h: Festakt 50 Jahre Club of Rome
  • 29.06. 9.00 h: Vandana Shiva, Indien

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Anmeldungen zur Konferenz über folgendes Formular
und über akademie@hdb-stiftung.com+49 (0) 7954 9211880

Anmeldungen zur Pressekonferenz am 27.06.2022, 15.00 Uhr:
akademie@hdb-stiftung.com und info@besh.de

IWESave the Date: World Organic Forum 26.-30.Juni
Ausstellung: „GIFT – Field Experiments in Agriculture and Biodiversity“, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) Potsdam

Ausstellung: „GIFT – Field Experiments in Agriculture and Biodiversity“, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) Potsdam

(c) Sabrina Radeck

GIFT – Field Experiments in Agriculture and Biodiversity

Vernissage im CIRCLE des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie Potsdam (ATB)
Montag, 14. März, 16 bis 18 Uhr

Studierende und Alumni der Neuen Schule für Fotografie Berlin zeigen in ihrer Ausstellung „GIFT – Field Experiments in Agriculture and Biodiversity“ im CIRCLE des ATB vom 14. März bis 8. April 2022 neue und überraschende Blickwinkel auf den Themenkomplex.

Teilnehmende Fotograf:innen: Eun Sun Cho, Johann Karl, Linda Kerstein, Caro Lenhart, Thilo Mokros, Sabrina Radeck, soso, Jakob Wierzba 

Eröffnung: Montag, 14. März von 16 bis 18 Uhr
Grußworte: Prof. Dr. Barbara Sturm und Dr. Annette Prochnow (Direktion ATB)
Eva Bertram und Ines Meier (Projektleitung Neue Schule für Fotografie)
Führung mit den Künstler:innen um 16.30 Uhr

Geöffnet:14. März bis 8. April, Montag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr
CIRCLE des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie Potsdam (ATB),
Max-Eyth-Allee 100, 14469 Potsdam
Corona-Hinweis: Es gilt die 3G-Regel

„Gift“ meinte althochdeutsch ursprünglich „das Gegebene“ oder „die Gabe“, bevor sich die Bedeutung hin zur „tödlichen Gabe“ veränderte. Der Titel der Ausstellung, die sich künstlerisch und dokumentarisch mit dem Themenkomplex Landwirtschaft und Biodiversität auseinandersetzt, verweist auf biologische Vielfalt als Geschenk, das von Generation zu Generation vererbt wird – und gleichzeitig auch auf die akute Gefährdung unserer Lebensgrundlage.

(c) Johann Karl

Der Mensch ist im Zeitalter der Anthropozäns zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden. Doch die Vielzahl der weltweit durch Medien transportierten Bilder, die die Themen Landwirtschaft und Biodiversität vermitteln sollen, kreisen um wenige einfache und naheliegende Motive, die in Varianten kreislaufartig wiederholt werden und inzwischen klischeehaft und abgenutzt erscheinen. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel des im Frühjahr 2020 begonnenen Ausstellungsprojekts „GIFT – Field Experiments in Agriculture and Biodiversity“, diesen Bildkreislauf durch eine intensive inhaltliche und visuelle Auseinandersetzung mit dem Thema zu durchbrechen und neue, überraschende Blickwinkel zu zeigen.

Die Wanderausstellung der Neuen Schule für Fotografie wird unterstützt von der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Institut für WelternährungGrün BerlinGLS Treuhand und Hahnemühle.

Nächste Ausstellungsstation: 15. Umweltfotofestival „horizonte zingst“, 20.-29. Mai 2022

Pressekontakt: 
Ines Meier, Projektkoordination NSFB
Tel.: 01573 49 59 851
E-Mail: ines.meier@neue-schule-fotografie.berlin

Wir freuen uns auf Ihren und Euren Besuch!

IWEAusstellung: „GIFT – Field Experiments in Agriculture and Biodiversity“, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) Potsdam
Ausschreibung: Ursula Hudson Preis

Ausschreibung: Ursula Hudson Preis

Ursula Hudson; Foto: Jürgen Binder

Mit dem Ursula Hudson Preis ehrt Slow Food Deutschland Einzelpersonen, Initiativen oder Gruppierungen, die sich für die Ernährungswende engagieren. Ein fünfköpfiges Kuratorium entscheidet über Nominierte und Preisträger*in. Der Preis steht Menschen offen, die im Ernährungsbereich bzw. der Ernährungspolitik und -bildung aktiv sind. Bewerbungen können bis zum 28. Februar 2022 eingereicht werden; die Preisverleihung findet am 8. Juni in Berlin statt.

Benannt ist der Ursula Hudson Preis nach der langjährigen Vorsitzenden von Slow Food Deutschland und Vorständin von Slow Food International Ursula Hudson. Sie galt als Vordenkerin für die Ernährungswende. Hudson verstarb im Sommer 2020. Mit dem anschließend initiierten Bildungspreis möchte Slow Food innovative und nachahmenswerte Leistungen für unsere Zukunft mit öffentlicher Aufmerksamkeit unterstützen. Das Engagement der Preisträger*innen zeigt: Die Transformation des Lebensmittelsystems ist möglich.

Die Nominierten und Prämierten verleihen der Ernährungswende ein Gesicht, stehen stellvertretend für konkrete Wege und Lösungen, um Menschen künftig gut und fair zu ernähren. Dazu Nina Wolff, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Um zu zeigen, dass aus Visionen Wirklichkeit werden kann und vielerorts bereits geworden ist, misst Slow Food der handlungsorientierten Ernährungsbildung und Wissensvermittlung eine zentrale Bedeutung bei. Die sozio-ökologischen Herausforderungen unserer Zeit machen einschneidende Veränderungen unserer Art, zu wirtschaften und uns zu ernähren, unausweichlich. Mit dem Ursula Hudson Preis möchten wir Menschen ermutigen, diese Veränderungen souverän mitzugestalten.“

Die Kandidat*innen – Einzelpersonen, Initiativen oder Gruppierungen – können sich auf Eigeninitiative bewerben oder werden durch Dritte vorgeschlagen. Die Preisverleihung findet am 8. Juni 2022 in Berlin im Rahmen einer Bildungsveranstaltung statt. Hauptpreisträgerin 2021 war Elisabeth Schmelzer, die den Gemeinschaftsgarten Tausendschön in Minden, Nordrhein Westfalen betreibt. Nominiert waren der Ernährungsrat Oldenburg, die solidarische Landwirtschaft Hof Pente und Benedikt Haerlin

Das fünfköpfige, unabhängige Kuratorium besteht aus Tanja Busse (Journalistin, Autorin); Barbara Assheuer (Heinrich-Böll-Stiftung); Pirmin Spiegel (Misereor); Anke Kähler (Die Freien Bäcker e.V.) sowie Sebastian John (Absolvent Slow Food Youth Akademie).

Mehr Informationen zur Bewerbung hier.

IWEAusschreibung: Ursula Hudson Preis