Bernd Schmitz wird stellvertretender Vorstandssprecher des IWE

Bernd Schmitz wird stellvertretender Vorstandssprecher des IWE

Bernd Schmitz wird stellvertretender Vorstandssprecher des Instituts für Welternährung e. V.

Landwirt und langjähriger Interessenvertreter bringt umfangreiche Erfahrung aus Landwirtschaft, Verbandsarbeit und Ernährungswende ein

Die Mitglieder des Instituts für Welternährung e. V. (IWE) haben Bernd Schmitz aus Hennef bei Bonn in den Vorstand gewählt. Er übernimmt das Amt des stellvertretenden Vorstandssprechers von Agnes Streber, die nach elf Jahren Vorstandsarbeit ihr Mandat niederlegt. Auch Frederik Schulze-Hamann ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Beide bleiben dem IWE als Mitglieder verbunden.

Bernd Schmitz leitet seit 1989 den Familienbetrieb Hanfer Hof in Hennef bei Bonn. Seine langjährige Erfahrung als Landwirt verbindet er mit umfassendem ehrenamtlichem und berufspolitischem Engagement. Nach 14 Jahren als Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft NRW (AbL) ist er heute als stellvertretender Bundesgeschäftsführer der AbL in Teilzeit tätig. Zudem ist er Mitglied der Vertreterversammlung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) sowie des Ernährungsrats Köln. Seine Expertise zur Transformation der Landwirtschaft bringt er auch in Vorträgen und Gastvorlesungen an der Universität Bonn ein.

Für seine Arbeit im IWE ist ihm eine regionale und ökologische Ausrichtung der Lebensmittelversorgung besonders wichtig. „Inspiriert durch Dr. Wilfried Bommert und Prof. Nico Paech sehe ich die Zukunft einer stabilen landwirtschaftlichen Lebensmittelversorgung regional und ökologisch“, erklärt Bernd Schmitz. Ein wichtiges Leitbild ist für ihn auch die Vision einer Ernährungslandschaft, die Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald auf einer IWE-Jahrestagung vorgestellt hat. Schmitz betont: „Die Lebensmittelversorgung im Einklang mit Klimaschutz und Biodiversität muss vorangebracht werden.“ Mit seiner Verbindung aus landwirtschaftlicher Praxis, Verbandsarbeit und langjährigem Engagement für eine zukunftsfähige Landwirtschaft wird Bernd Schmitz die Arbeit des IWE künftig im Vorstand mitgestalten.

Nach elf Jahren Vorstandsarbeit scheidet Agnes Streber aus dem Vorstand des IWE aus. Sie möchte sich künftig verstärkt der Bildhauerei widmen und dabei ihre Interessen an Ernährung und Kunst miteinander verbinden. Dem IWE bleibt sie als Mitglied verbunden und wird sich weiterhin insbesondere zum Thema „Gesunde Ernährung“ einbringen. Auf ihre Zeit im Vorstand blickt sie dankbar zurück: „Es waren intensive und bewegende Jahre. Gemeinsam mit vielen engagierten Menschen durfte ich die Ernährungswende mitgestalten und wichtige Impulse setzen.“

Auch Frederik Schulze-Hamann hat sein Vorstandsmandat aus beruflichen Gründen niedergelegt. Als Mitglied bleibt er dem IWE verbunden und möchte seine fachliche Expertise sowie seine Kontakte zu nationalen und internationalen Verbänden und Gremien weiterhin einbringen. Besonders positiv hebt er die Zusammenarbeit im Vorstand hervor: „An der Mitarbeit im Vorstand über das vergangene Jahr habe ich besonders die wertschätzende, konstruktive Gesprächs- und Gestaltungsatmosphäre sowie die kreative und pragmatische Herangehensweise an die verschiedenen Aufgaben und Themen geschätzt.“ Das IWE dankt Agnes Streber und Frederik Schulze-Hamann herzlich für ihr langjähriges Engagement und ihre wertvolle Mitarbeit im Vorstand.

IWEBernd Schmitz wird stellvertretender Vorstandssprecher des IWE
Das größte Fleischkonzern der Welt investiert in Nigeria. Für die Kleinbauern bedeutet das nichts Gutes.

Das größte Fleischkonzern der Welt investiert in Nigeria. Für die Kleinbauern bedeutet das nichts Gutes.

JBS*, das größte Fleischunternehmen der Welt mit Sitz in Brasilien investiert 2,5 Milliarden US-Dollar in Nigeria. Für die Kleinbauern des Landes bedeutet das nichts Gutes.

Ein Kommentar von IWE-Vorstand Wilhelm Wallefeld

Im November 2024 unterzeichnete das weltweit größte Fleischunternehmen JBS ein ‘Memorandum of Understanding’, einen ‘Vor-Vertrag’ mit der nigerianischen Regierung. Im Mai 2026 wurde die Vereinbarung offiziell besiegelt. Das Investitionsvolumen in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar fließt in sechs neue Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe.

Nigeria produziert nur knapp die Hälfte seines Proteinbedarfs im eigenen Land. Einfuhren sind zum Teil mit hohen Zöllen belastet oder ganz verboten.

Die Frage ist: wie will JBS seine Anlagen auslasten? Es gibt (öffentlich) keinen konkreten Plan, nur Absichtserklärungen für eine Lieferkettenentwicklung. Dazu gehören vage Zusagen, kleine Erzeuger und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken ‘zu unterstützen’. Mit diesem „Plan“ werden diese Schlacht- und Verarbeitungsanlagen jedoch nicht ausgelastet sein.

Schlacht- und Zerlegebetriebe arbeiten nur mit niedrigen Margen und brauchen deshalb hohen Durchsatz. Außerdem unterliegen sie in der Regel zyklischen Schwankungen. Es sei denn, das Unternehmen ist vertikal integriert, d.h. es produziert die Schlachttiere und u.U. das Futter für die Tiere in eigener Regie.

Es bleibt die Frage: was bedeutet das für die Kleinbauern?

In der Regel läuft das auf drei Möglichkeiten hinaus:

1. Die Kleinbauern bekommen Kredite, um ihre Landwirtschaft zu vergrößern und zu rationalisieren.

2. Die Kleinbauern bekommen die Inputs vom Fleischbetrieb gestellt und arbeiten unter Vertrag für das Unternehmen.

3. Die Firma kollaboriert mit der zuständigen Regierung (oder deren ‘Vertreter’) und verdrängt die Kleinbauern von ihren Flächen. In der Regel ist das Eigentum an diesen Flächen von den Kleinbauern nicht einklagbar. Für das Unternehmen ist dies die attraktivste Form.

Eine wahrscheinliche Folge ist Landflucht in die Städte, in denen schon hohe Arbeitslosigkeit herrscht und Migration.

* JBS S. A. (José Batista Sobrinho Sociedade Anônima) ist eine brasilianische Aktiengesellschaft. Sie ist der größte Fleischproduzent der Welt und das größte Fleischverarbeitungsunternehmen in Südamerika. Die heutige JBS entstand 2007 aus einer Übernahme des US-amerikanischen Fleischkonzerns Swift & Company durch die brasilianische JBS S.A. Sitz der Gruppe ist São Paulo (Brasilien) und Dallas (Texas, USA). CEO des Mutterkonzerns JBS S.A. ist Joesley Mendonça Batista, sein Sohn Wesley Mendonça Batista ist CEO von JBS USA Inc. JBS ist an der brasilianischen Börse Bovespa notiert. Mehrheitsaktionär der JBS S.A. ist J&F Participações (J&F).

Foto: Ökolandwirtschaftsflächen in Nigeria, Shutterstock/Tayvay

IWEDas größte Fleischkonzern der Welt investiert in Nigeria. Für die Kleinbauern bedeutet das nichts Gutes.
Es ist die Dürre, mit der wir umgehen müssen. Wir brauchen Ernährungslandschaften

Es ist die Dürre, mit der wir umgehen müssen. Wir brauchen Ernährungslandschaften

Ein Kommentar von Peter Wogenstein

Es ist angekommen in Presse und Öffentlichkeit. Wir sprechen endlich darüber: uns fehlt Wasser in der Landschaft. Der Grundwasserspiegel ist vielerorts bedenklich gesunken. Das kostbare Gut, das wir als Trinkwasser zum Leben brauchen und das die Pflanzen auf den Feldern benötigen. Eine extreme Dürre ist zurzeit erlebbar. Dürre und Starkregen sind nicht weit voneinander entfernt. Wir und die Landwirtschaft werden lernen müssen, damit umzugehen und unser Leben und unsere Landschaft lebenswert zu gestalten.

Lassen wir uns nicht täuschen. Der Regen, der zurzeit in einigen Landstrichen fällt, ist der Tropfen auf den heißen Stein. Mancherorts war er direkt so heftig, dass er Höfe und Ernten massiv geschädigt hat. Aber er füllt so schnell noch keine Bäche, Flüsse und Talsperren, auch nicht unser Grundwasser. Das braucht Zeit, und wir müssen uns überlegen, wie wir in Zukunft mit Wassermangel und Dürreperioden umgehen.

„Gegen Hitze, Dürre und leere Flüsse gibt es kein Sofortrezept“, so Prof. Grießhammer, Vorstand der Stiftung Zukunftserbe[1]. Wie reagiert der Deutsche Bauernverband in Hinblick auf die Dürre und verminderte Ernteerträge 2026 (im Vergleich zu einem sehr erfolgreichen Jahr 2025)? Er fordert reflexartig mehr Subventionen, so für Diesel, Dünger und Pestizide für alle Betriebe. Das ist Symptombekämpfung ähnlich der Forderung nach Vertiefung der Fahrrinne von Flüssen. Jeder weiß, das Wasser wird dadurch nicht mehr und Dünger bleibt wirkungslos. Das sehen wir an den geringeren Ernten insbesondere im Süden, denen kein Dünger, aber Wasser fehlt.  Und was fordert der Bauernverband bei den nächsten Dürreperioden? Ich prophezeie: das Gleiche, ein weiter so wie bisher, so als hätten die Offiziellen des großen Lobbyvereins (auch für Grundbesitzer) nichts gelernt.

Landwirtschaftliche Betriebe sind Wirtschaftsunternehmen. Landwirte sind Unternehmer. Sie verantworten die Zukunftsfähigkeit ihrer Betriebe. Sie müssen sich mit den veränderten klimatischen Rahmenbedingungen auseinandersetzen, planen und ihren Betrieb den Veränderungen anpassen. „Neben kurzfristiger Hilfe braucht es Investition in langfristige Prävention“, fordert Bernd Schmitz, stellvertretender Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e. V. (AbL) und Milchbauer. Betriebe müssen sich „klimaresilient“ aufstellen können.[2] Das wissen sie seit langem, auch dass Trockenheit und Starkregen ihnen die Ernte immer wieder verhageln kann. Privatpersonen versichern sich gegen Schäden. Das müsste auch für Landwirtschaftliche Betriebe gelten, so Miriam Staudte, Niedersächsische Landwirtschaftsministerin. Sie appelliert deshalb an Landwirte, sich gegen Dürreschäden, Starkregen und Überschwemmung zu versichern.[3] Aber zu Bedingungen, die auch für kleinere Betriebe passen, sollte man hinzufügen.

Zurzeit profitieren die großen Betriebe von den EU-Agrarsubventionen. Wer viel Fläche hat, bekommt viel Geld aus dem EU-Topf ohne großen Anspruch. Hier gilt es umzusteuern hin zu einem „Umbau“ der Landwirtschaft, die besser mit dem Klimawandel umgehen kann. Dauerhafte Bodenbedeckung und reduzierte Bodenbearbeitung sind das Mindeste. Es muss eine regenerative und ökologischere Landwirtschaft sein mit humusreichen Böden und eine Landschaftsgestaltung, die Wasser speichern und zurückhalten kann. „Unsere Bioböden wirken wie ein hoch funktionstüchtiger Schwamm. Sie nehmen den spärlichen Regen optimal auf“, so Frank Stieldorf, Geschäftsführer des Bio-Mineralwasser-Verbands, im Interview. Und er fügt hinzu: „Wer das Grundwasser von morgen sichern will, muss den Ökolandbau jetzt konsequent und flächendeckend fördern.“[4]

Wann endlich übernimmt der große Bauernverband die Verantwortung für die Gestaltung einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Landwirtschaft, die genug Wasser für Pflanzen und Tiere hat, die Bodenleben und Grundwasser fördern, besser mit dem sich verändernden Klima zurechtkommt und uns Menschen genügend sauberes Grundwasser sichert. Das braucht Zeit für tiefgreifende Maßnahmen. Man wünscht dem großen Lobbyverband für Landwirte und Grundbesitzer: geht voran die Gestaltung einer nachhaltigen Ernährungslandschaft.


[1] Prof. Dr. Rainer Grießhammer. Wie die Bundesregierung den Klima***** totschweigt. FR. 14.08.2026. Er ist Vorstand der Stiftung Zukunftserbe.

[2] Dürreschäden mit höheren Flächenprämien bekämpfen ist der falsche Weg. AbL- Pressemitteilung. 18.08.2026

[3] Dürre Ernte: Trockenheit macht auch Niedersachsens Landwirten Probleme. HAZ 19.08.2026

[4] Frank- Thomas Wenzel, Ökoäcker helfen bei der Versorgung mit Trinkwasser. HAZ. 18.08.2026 Vgl. auch: Alina Reichardt. Die lange Durststrecke – wem gehört das Wasser, wenn es knapp wird? Focus 34 / 2026

Foto: Dürre in Deutschland, 2026 / Shutterstock, cc-images

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Ernährungssicherheit auch ohne EU-Agrarsubventionen

Ernährungssicherheit auch ohne EU-Agrarsubventionen

Der NABU hat eine Studie zur geplanten Reform der Gemeinsamen Argarpolitik (GAP) 2028 veröffentlicht. Das Ergbnis des Faktemchecks: Die heutigen GAP-Subventionen tragen europaweit nicht nennenswert zu unserer Ernährungssicherheit bei.  Zudem leisten sie zu wenig für gesellschaftlich gewünschte Ziele im Umwelt- und Klimaschutz. EU-Gelder subventionieren nicht primär die landwirtschaftliche Bewirtschaftung, sondern Eigentum, so der NABU. Es gilt umzusteuern in der EU-Agrarpolitik. Vor dem Hintergrund der knappen öffentlichen Kassen sollten die wirkungslosen pauschalen Flächenprämien bis 2034 auslaufen und vollständig durch leistungsbezogene Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz ersetzt werden.

Mehr Informationen zum NABU-Faktencheck zur geplanten GAP-Reform 2028 finden Sie hier. Die Studie können Sie direkt hier herunterladen.

Foto: ulleo/Pixabay

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Alle sprechen über die Hitze, dabei müssen wir über die Dürre sprechen

Alle sprechen über die Hitze, dabei müssen wir über die Dürre sprechen

Die Landwirtschaft muss sich zukunftsfähig aufstellen

Ein Kommentar von IWE-Vorstandssprecher Peter Wogenstein
 
Mit Schrecken schauen wir uns um in Stadt und Land. Braune Rasenflächen, Platanen, die schon früh Blätter abwerfen, in den Städten; kaum nachwachsendes Gras auf den Weiden, Mais, der am Stängel verdorrt, trockene Böden mit tiefen Rillen auf dem Land. Jeden Tag sehen wir, wie die Dürre zunimmt. Seit Wochen kein oder zu wenig Regen. Wir reden immer über die Hitze, wenig über die Dürre, das langfristig Bedrohliche.
 
Die Dürre ist „schleichend und baut sich immer größer auf“, so Christian Pfister, Klimahistoriker an der Universität Bern, in der FAZ am Sonntag (02.08.26). In unserem Alltag sehen wir in der Regel nur das, was um uns herum passiert, stöhnen zurzeit zurecht über mehr als 30 Grad Celsius. Den Boden unter unseren Füßen ignorieren wir. Dabei hat die  Dürre unter unseren Füßen gravierende Auswirkungen, so auf das Wachstum von Pflanzen, auf Bäche, die trocken fallen, Stauseen mit immer weniger Wasser, Flüsse, deren Pegelstand wie in Köln dramatisch sinkt, wie auch auf das Grundwasser, das – für uns unsichtbar – weniger wird. 
 
Das allein ist schon dramatisch und die Folgen können noch dramatischer werden. Bauern und Bäuerinnen sind vielerorts jetzt schon gezwungen, ihr Winterfutter für die Tiere zu verfüttern oder müssen bereits teuer zukaufen. Landwirte verzeichnen massive Einbußen und haben höhere Kosten für Energie und Dünger, steigende Lebensmittelpreise sind die Folge. Der sinkende Pegelstand der Flüsse schränkt den Transport wichtiger Güter ein. Schiffe können derzeit nur noch etwa ein Drittel ihrer üblichen Ladung aufnehmen. Importe insbesondere von Grundstoffen werden teurer. Kernkraftwerke müssen heruntergefahren bzw. ganz abgeschaltet werden. In diesen Ländern droht eine Energieknappheit. Hinzu kommt: Die Gefahr von Bränden in der Dürre nimmt weiter zu. 
 
Dürre bedeutet auch: Der Konflikt um Wasser wird zunehmen. Wir alle werden weiter duschen wollen, die Landwirtin und der Gärtner benötigen Wasser zur Bewässerung der Felder und Gewächshäuser, die Industrie Wasser für ihre Arbeitsprozesse. Dürre und Wassermangel müsste den Bauernverband wachrütteln: Ein Weiter-So in der konventionellen Landwirtschaft auf großen Flächen darf es eigentlich nicht mehr geben. Es braucht ein Mehr an regenerativer Landwirtschaft, die Wasser und Boden schont, auch Agroforstelemente, zumindest mehr Vielfalt und Biodiversität. 
 
Seit 10 Jahren erprobt der Deutsche Bauernverband in F.R.A.N.Z.* Zukunft-Projekten, wie Landwirtschaft, Wirtschaftlichkeit und Naturschutz miteinander gestaltet werden können. Wie es heißt: es „wirkt – ökologisch, ökonomisch tragfähig und praktikabel“.** Warum hören und sehen wir nicht mehr vom Bauernverband, was alles möglich ist? Was tut der Bauernverband, um seine Mitglieder zu überzeugen und bei einer notwendigen Transformation zu unterstützen? Hin zu einer „Ernährungslandschaft der Zukunft“, wie sie z.B. Prof. Franz-Theo Gottwald beschreibt.
 
Die Dürre hält uns vor Augen, was wir brauchen: ein Bewusstsein und Handeln, das unser Grundnahrungsmittel Wasser schützt und schont. Die Interessenkonflikte um das Wasser werden sich in Zukunft verstärken. Dies gilt es gesamtgesellschaftlich schnell zu regeln mit allen beteiligten Akteuren: im Interesse der Menschen in diesem Lande und einer Landwirtschaft, die uns auch in Zukunft ernährt, die boden- und wasserschonend arbeitet, „Ernährungslandschaft“ gestaltet, ökonomisch stabil und im Klimawandel widerstandsfähig aufgestellt ist.
 
*F.R.A.N.Z. Für Ressourcen, Agrarwirtschaft und Naturschutz mit Zukunft.  
** Website des Bundeszentrums für Landwirtschaft

Foto: Hitzeschäden an einem Maisfeld, Bayern / Shutterstock

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Online-Gespräch: Zuckersteuer ja, aber wie?

Online-Gespräch: Zuckersteuer ja, aber wie?

Das Online-Gespräch „Zuckersteuer ja, aber wie?“ findet am Donnerstag, 21. Mai 2026 von 12-13 Uhr statt und wird von der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen veranstaltet.

Hier geht es zur Anmeldung für die Veranstaltung.

Ankündigung der Veranstalter:

Zuckergesüßte Getränke sind allgegenwärtig und werden massiv beworben. Dabei gehören sie zu den größten Treibern von Übergewicht, Diabetes und anderen ernährungsbedingten Erkrankungen. Das hat gravierende Folgen für die öffentliche Gesundheit und die Kosten im Gesundheitssystem. Viele Länder haben längst reagiert: Mit gezielten Lenkungsabgaben auf Softdrinks konnten etwa Großbritannien und Mexiko nachweislich den Zuckerkonsum senken und Hersteller zu Rezepturänderungen bewegen. Deutschland hängt hier noch hinterher, wie auch der Public Health Index der AOK und des Deutschen Krebsforschungszentrums jüngst gezeigt haben.  

In Deutschland nimmt die politische Debatte jetzt langsam Fahrt auf. Die Bundesregierung hat angekündigt, ab 2028 eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke einzuführen. Die von der Bundesgesundheitsministerin eingesetzte FinanzKommission Gesundheit empfiehlt eine gestaffelte Herstellerabgabe nach britischem Vorbild und Schleswig-Holstein hat das Thema jüngst auch in den Bundesrat getragen. 

Doch nicht jede Zuckersteuer ist automatisch eine gute Zuckersteuer. Entscheidend ist die Ausgestaltung: Wie wird der Zuckergehalt gestaffelt? Was bedeutet die wachsende Verbreitung von Süßstoffen als Zuckerersatz für die Bewertung? Und reicht der Fokus auf Getränke überhaupt aus oder greift eine solche Abgabe zu kurz?

Diese Fragen werden mit Expert*innen aus Ernährungsmedizin, Gesundheitsökonomie und Verbraucherpolitik diskutiert.

Programm

12:00 Uhr Begrüßung & politische Einführung
Johannes Wagner MdB, 
Mitglied im Gesundheitsausschuss
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

12:10 Uhr Input:

Was können wir aus internationalen Beispielen lernen?
Prof. Dr. Michael Laxy

Professor für Public Health und Prävention
, TUM School of Medicine and Health, 
Mitglied der FinanzKommission Gesundheit



Sind Süßungsmittel die bessere Alternative?  
Prof. Dr. Martin Smollich

Institut für Ernährungsmedizin, Leiter AG Pharmakonutrition, 
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Wie ist die Verbrauchersicht auf eine Zuckersteuer?
Astrid Goltz

Referentin Ernährungspolitik
, Verbraucherzentrale Bundesverband  

12:30 Uhr Diskussion und Austausch mit dem Publikum im virtuellen Raum
Moderation: Johannes Wagner MdB

12:50 Uhr Zusammenfassung und Fazit
Dr. Zoe Mayer MdB

Sprecherin für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat und Tierschutzbeauftragte 
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

13:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Mehr Informationen finden Sie hier.

Beitragsfoto: Helen J Davies/Shutterstock

IWEOnline-Gespräch: Zuckersteuer ja, aber wie?
Webinar: Wie schafft es Europa aus der Dünger-Abhängigkeit?

Webinar: Wie schafft es Europa aus der Dünger-Abhängigkeit?

Webinar „Knapp, teuer, fossil: Wie schafft es Europa aus der Dünger-Abhängigkeit?“ am 20. Mai um 19 Uhr

Geopolitische Spannungen prägen die Gegenwart – und neben Öl, Gas und Kerosin wird auch synthetischer Dünger knapp und teuer. Wieder einmal zeigt sich: Diese Abhängigkeit macht unser Ernährungssystem verwundbar, etwa bei möglichen Störungen zentraler Handelsrouten wie der Straße von Hormus.

Was bedeutet das für Landwirtschaft, Lebensmittelpreise und Versorgungssicherheit in der EU? Und wie können wir diese Abhängigkeiten reduzieren und unser Ernährungssystem resilienter aufstellen?

Darüber diskutiert Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments und agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion, mit Lena Luig, Referentin für Internationale Agrarpolitik der Heinrich-Böll-Stiftung und Tina Andres, Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Nach kurzen Impulsen der ReferentInnen gibt es Raum für eine moderierte Debatte sowie Fragen aus dem Publikum.

Hier können Sie sich für das Webinar „Knapp, teuer, fossil: Wie schafft es Europa aus der Dünger-Abhängigkeit?“, das am 20. Mai um 19 Uhr stattfindet, registrieren.

Beitragsfoto: Fotokostic/Shutterstock

IWEWebinar: Wie schafft es Europa aus der Dünger-Abhängigkeit?
Online-Vortrag: Fleisch der Zukunft? – Chancen, Grenzen und ethische Fragen rund um kultiviertes Fleisch

Online-Vortrag: Fleisch der Zukunft? – Chancen, Grenzen und ethische Fragen rund um kultiviertes Fleisch

Online-Vortrag von Nick Lin-Hi, Professor für Wirtschaft und Ethik an der Universität Vechta am Dienstag, 5. Mai 2026 18:00-19:30 Uhr

Fleisch produzieren ohne Tierleiden und mit einer geringeren CO2-Bilanz als bisher? Was fast zu schön klingt um wahr zu sein, treibt Forscher:innen und Investoren bei der Entwicklung von kultiviertem Fleisch an. Doch ist dieses in-vitro-Fleisch wirklich so clean, wie seine englische Bezeichnung als clean meat es suggeriert? Lässt es sich mittlerweile gänzlich ohne tierische Bestandteile produzieren? Wie ist die Energiebilanz bei der Herstellung von cultured meat im Labor? Und ist es überhaupt realistisch, dieses Fleisch für die breite Masse der Bevölkerung zu erschwinglichen Preisen anzubieten?

Diesen und weiteren Fragen gehen wir im Rahmen der Online-Veranstaltung gemeinsam mit Nick Lin-Hi, Professor für Wirtschaft und Ethik an der Universität Vechta nach. Hierfür führt Prof. Dr. Lin-Hi in seinem Vortrag „Technologie als Gamechanger? Wie kultiviertes Fleisch unsere Welt verändern könnte“ in den aktuellen Stand der Forschung zum in-vitro-Fleisch ein. Die Technologie bettet er dabei auch in den Kontext aktueller technologischer Entwicklungen ein und gibt einen pointierten Ausblick auf potenzielle Zukünfte. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch über technische wie ethische Aspekte der Gewinnung von kultiviertem Fleisch.

Anmeldung unter:
https://ekir.zoom.us/meeting/register/K4iTWjQNS1Cc0-pLqm1Qcg

Veranstalter: Evangelische Akademie im Rheinland
Kooperationspartner: Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt

Mehr Informationen finden Sie hier.

Beitragsbild: Firn/Shutterstock

IWEOnline-Vortrag: Fleisch der Zukunft? – Chancen, Grenzen und ethische Fragen rund um kultiviertes Fleisch
Zucker – die süße Verführung der Konservativen

Zucker – die süße Verführung der Konservativen

Den Schaden haben die Menschen in unserer Gesellschaft
Ein Kommentar von Peter Wogenstein

Wir wissen es, und die Wissenschaft belegt es immer wieder: zu viel Zucker schadet unserer Gesundheit. So sind zuckergesüßte Getränke einer der größten Risikofaktoren für Adipositas und Typ-2-Diabetes. Sie erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen, Leberkrebs und Gicht. Auswirkungen sind im Alltag nicht zu übersehen: mehr übergewichtige Kinder und Erwachsene. Erschreckend die deutliche Zunahme von Diabetes 2 bei Kindern wie Erwachsenen. Erhebliche Zahnschäden schon bei Kindern und Jugendlichen durch zuckergesüßte Getränke kommen noch hinzu.
 
Wir schätzen die Zahl der Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland auf rund 9 Millionen. Etwa jeder vierte Erwachsene ist übergewichtig. Die Folgekosten für unser Gesundheitssystem und damit unsere der Gesellschaft allein bei Adipositas liegen laut Nationaler Akademie der Wissenschaften Leopoldina jährlich bei ca. 113 Milliarden EUR (1).
 
Und wie geht aktuell die Regierungspartei CDU auf ihrem Bundesparteitag mit der Gesundheitsschädigung durch Zucker und den Folgekosten um? Augen zu und durch. Die Begründung – so auch die der Liberalen (2): Wir lassen uns nicht „bevormunden“. Wir pochen auf die bewusste und selbstbestimmte Entscheidung des Individuums. Die Konsument*innen – egal welchen Alters – entscheiden allein. Basta. Ob bei Zucker oder Alkohol, von Sucht oder Suchtpotential ist dabei nicht annähernd die Rede.
 
Was sie auch nicht sehen: die schädlichen Auswirkungen ungesunder Ernährung, insbesondere von zuckergesüßten Getränken und damit von zu viel Zucker schadet am meisten dem ungeborenen Leben, Kindern in den ersten drei Jahren ihrer Entwicklung und den Ärmeren in unserer Gesellschaft. Es sind diejenigen, die sich am wenigsten wehren können gegen die Flut von allgegenwärtiger Werbung auf allen Kanälen, vor „preiswerten“ überzuckerten Angeboten der Getränkeindustrie, und die bei der Entschlüsselung der Herstellerangaben bei „Lebensmitteln“ aller Art kapitulieren. Die meisten haben keinen Nutri Score, eine leicht verständliche „Ampel“, denn der ist für die Hersteller „freiwillig“. Dass dann aber auch noch den Kindern und Jugendlichen, den Konsument*innen die Schuld für ihre Erkrankung und Sucht in die Schuhe geschoben wird, verschlägt nicht nur den Betroffenen die Sprache (3).
 
Hätten wir als Gesellschaft nicht die Pflicht, gerade diese Gruppen in unserer Gesellschaft zu schützen?! Gegen die Interessen der Zuckerproduzenten und der Lebensmittelindustrie, die doch unser Leben nur „versüßen wollen“ und Menschen damit „abhängig“ machen (4).
 
„Warum geben wir so viel Geld aus, um Krankheiten zu behandeln, und so wenig, um Krankheiten vorzubeugen?“, fragt der Arzt und Fachjournalist Ekkehard von Hirschhausen (5). Steuern sollen „steuern“. Andere Länder machen uns vor, wie es auch erfolgreich mit weniger Zucker geht – zum Schutz der Konsument*innen. So sorgen sie u.a. dafür, dass der Zuckergehalt in Getränken durch die Hersteller deutlich reduziert wird – mit positiven Folgen für alle und für das Gesundheitssystem, das Milliarden an „Gesundheitskosten“ spart (5).
 
Mehr Mut wünschen wir uns – gemeinsam mit einer Allianz, die von der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) bis Foodwatch reicht –, mehr Mut von der Politik für den Schutz derjenigen, die sich nicht oder kaum gegen die „süße Flut“ wehren können. Gehen wir an die Wurzeln, nicht nur an die Symptome.
 
(1) Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften: https://www.dgkj.de/aktuelles/news/detail/post/leopoldina-policy-paper-adipositas
(2) Deutschlandfunk: „Delegierte lehnen Zuckersteuer ab und fordern Abschaffung der telefonischen Krankschreibung“, 21.02.2026. ARD Hart aber fair, 23.02.2026
(3) ARD Hart aber fair, 23.02.2026
(4) Bommert, Wilfried / Christina Sartori, Stille Killer. Wie Big Food unsere Gesundheit gefährdet. Stuttgart 2022
(5) Journal of Epidemiology & Community Health: „Effect of the UK soft drinks industry levy on obesity“, 2011-2019

Foto: Jan Homann, Gemeinfrei

IWEZucker – die süße Verführung der Konservativen
Niedersachsen stellt Ernährungsarmut in den Fokus – Ein Hoffnungsschimmer, aber reicht es?

Niedersachsen stellt Ernährungsarmut in den Fokus – Ein Hoffnungsschimmer, aber reicht es?

Kommentar von Peter Wogenstein, Vorstandssprecher des Instituts für Welternährung (IWE) und Gründer des „Netzwerks der Ernährungsräte Niedersachsens“

Hannover, der 12. Dezember 2025

Niedersachsen stellt jetzt Ernährungsarmut in den Fokus. Ein Schritt, der überfällig ist, ist doch jede/r Sechste in unserer Gesellschaft armutsgefährdet. Viel zu viele leiden an Ernährungsarmut. Besonders hart trifft es dann Kinder und Jugendliche in armen und armutsgefährdeten Familien. Eine eingeschränkte körperliche und geistige Entwicklung sind die Folge, soziale und psychische Belastung kommen hinzu, und Kinder in dieser Situation erfinden dann „Geschichten“ – wie gestern berichtet wurde –, um mit der erlebten Scham klar zu kommen. Dazu kommen durch mangelnde und schlechte Ernährung gesundheitliche Folgen wie Adipositas und Diabetes 2. So folgt der Armut die Scham, oft verbunden mit Krankheit und Wohnungslosigkeit.

Gründe genug, zu handeln. Und so stellte Miriam Staudte, Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gleich 13 Handlungsfelder vor, die der Ernährungsarmut und ihren Folgen begegnen sollen. Sie reichen von „Die ersten tausend Tage in den Blick nehmen“ über „beitragsfreie und qualitativ hochwertige Kita- und Schulverpflegung“ bis zu „Kosten einer gesundheitsfördernden Ernährung“ in der „staatlichen Grundsicherungsleistung adäquat berücksichtigen“. Dies legt insbesondere den Fokus auf die Altersgruppe der Neugeborenen, der Kinder und Jugendlichen, für deren Entwicklung und weiteren Lebensweg gesunde Ernährung besonders wichtig ist. Die Gruppe der Erwachsenen und alten, oft alleinstehenden Menschen sind in den Handlungsfeldern mit eingeschlossen bis zur Förderung der Tafeln in unserem Land. Ernährungsarmut zieht sich durch alle Altersgruppen, und dafür muss, wie Miriam Staudte ausführt, auch Geld in die Hand genommen werden.

Aber genau das ist das Problem. Hier fehlt es an Geld. Denn der eigentliche Skandal bei der Lektüre der Handlungsfelder gegen Ernährungsarmut ist, wie sehr die Armen unter uns in dieser doch reichen Gesellschaft im Stich gelassen werden. Viele Initiativen sind unterwegs vom Schulfrühstück über Obst in Schulen, Kochen im Viertel bis zur Tafel. Das Grundproblem wird jedoch nicht angegangen durch uns als Gesellschaft und unsere Vertreterinnen und Vertreter des Landes- und des Bundesparlaments.

Wissenschaftliche Studien belegen die Notwendigkeit von möglichst nahrhafter Gesundheit. Skandinavien macht uns schon lange vor, dass kostenfreie gesunde Verpflegung in Schulen machbar ist und belegt auch wissenschaftlich die positiven Auswirkungen für die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder.

Bei uns tut sich grundsätzlich und strukturell… wenig. Kein Engagement in der Politik für kostenfreie Kita- und Schulverpflegung, kein Interesse, das komplexe Bündel der Sozialleistungen, das sich über Kommune, Land und Bund zieht, aufzudröseln und zu verschlanken und dafür zu sorgen, dass das Geld dahin kommt, wo es für gesunde Ernährung am meisten gebraucht wir: für die Neugeborenen in den ersten tausend Tagen, für die Kinder und Jugendlichen, für Kranke und alte Menschen. Das wäre auch ein „gesunder“ Schritt Richtung weniger Bürokratie.

Warum hört Politik nicht auf den vom Bundestag eingesetzten Bürgerrat „Ernährung im Wandel“ und seine Empfehlungen: gut begründet, gerechnet und mit großem Nachdruck dem Bundestag nahegebracht?

Warum ist das so? In einer Studie (November 2024) finden sich die vier wichtigsten Gründe, warum Politik für gesunde Ernährung scheitert:

1. Versuche, Einfluss auf das Ernährungsverhalten in der Gesellschaft zu nehmen, werden in der öffentlichen Diskussion vehement als „Bevormundung“ abgetan.

2. Die massive Lobbyarbeit der Lebensmittelindustrie und die Furcht vor negativen Auswirkungen in der Wirtschaft hindern, Einsichten und Wissen in Gesetze umzusetzen.

3. Das Thema Ernährung hat es noch nie in die Liste der Topthemen der Politik geschafft.

4. Die Verantwortung für gesunde Ernährung ist über zahlreiche Ministerien verstreut. Da Ernährung und das Ernährungssystem eine komplexe und weitläufige Angelegenheit sind, wird jeder Gestaltungsversuch zu einem politischen Such- und Verwirrspiel. Die Briten nennen es: „Whack-the-Mole“ – Fang den Maulwurf.

So bleibt das „Problem“ „Gesunde Ernährung für alle“ und „Ernährungsarmut“ da hängen, wo es alle hinschieben: beim Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Das bemüht sich sehr. Doch es braucht mehr. So auch eine laute zivilgesellschaftliche Stimme, die die Politik vor Ort, im Land und im Bund auf den Missstand immer wieder hinweist.

IWENiedersachsen stellt Ernährungsarmut in den Fokus – Ein Hoffnungsschimmer, aber reicht es?