Studie Universität Augsburg: „How much is the dish – was kosten uns Lebensmittel wirklich?“

Studie Universität Augsburg: „How much is the dish – was kosten uns Lebensmittel wirklich?“

Die Studie der Universität Augsburg  „How much is the dish – was kosten uns Lebensmittel wirklich?“ evaluiert die „versteckten Kosten“ der deutschen Landwirtschaft, die durch drei maßgebliche Umweltbelastungen – Stickstoff, Treibhausgas-Emissionen und Energieverbrauch – bei der Produktion von Lebensmitteln entstehen. Diese werden derzeit nicht in die Marktpreise für Lebensmittel einbezogen. Die Studie wurde von der Tollwood GmbH für Kultur- und Umweltaktivitäten gemeinsam mit der Schweisfurth Stiftung in Auftrag gegeben.

Sie offenbart eine erhebliche Fehlbepreisung und damit Marktverzerrung durch die Preisdifferenz, die zwischen den aktuellen Erzeugerpreisen und den wahren Kosten liegt. Die höchsten externen Folgekosten und damit größten Fehlbepreisungen gehen mit der Produktion konventionell hergestellter Produkte tierischen Ursprungs einher. Diese müssten auf Erzeugerebene dreimal so teuer sein, als derzeit bepreist (196 % Aufschlag auf die Erzeugerpreise). Die zweithöchsten Aufschläge müssten für konventionell hergestellte Milchprodukte (96 %) und die niedrigsten für Bio-Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs (6 %) erfolgen.

Bei tierischen Produkten ist die Höhe der externen Kosten und Preisaufschläge insbesondere durch die energieintensive Aufzucht der Nutztiere zu erklären. Dazu zählen Futtermittelanbau, Beheizung und Belüftung der Ställe sowie der Metabolismus der Tiere. Diese Faktoren führen unter anderem zu einer bedeutend höheren Austragung von reaktivem Stickstoff und Treibhausgasen sowie einem höheren Energiebedarf als bei pflanzlichen Produkten. Demnach ist der größte Anteil der Preisaufschläge jeweils auf den Treiber Stickstoff zurückzuführen, gefolgt von Treibhausgasen und Energie.

Am Beispiel von Milcherzeugnissen kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass konventionelle Milcherzeugnisse etwa 30 % teurer sein müssten, der Ladenpreis von biologischen vergleichsweise etwa 10 %. Im aktuellen Ladenpreis sind der Ausstoß von Treibhaus-Emissionen, der Energieverbrauch und der Einsatz von Stickstoffdünger nicht einberechnet.

Im Vergleich konventioneller mit ökologischen Produktionspraktiken führen vor allem der Verzicht auf mineralischen Stickstoffdünger beim Pflanzenanbau sowie ein geringerer Einsatz von industriell produziertem Kraftfutter bei der Nutztierhaltung in allen untersuchten Lebensmittelkategorien zu geringeren externen Kosten und Preisaufschlägen für ökologische Produkte.

„Für viele negative Klima-, Umwelt- und Gesundheitsfolgen, die sich aus der Produktion von Lebensmitteln ergeben, kommen aktuell weder die Landwirtschaft noch die Konsumenten auf“, erklärt Dr. Tobias Gaugler von der Universität Augsburg. „Die hiermit verbundene Preis- und Marktverzerrung stellt – ökonomisch gesprochen – eine Form von Marktversagen dar, der es mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen zu begegnen gilt. Ausgehend von unseren Ergebnissen und dem ‚polluter pays principle‘ der UN folgend müssten insbesondere Produkte aus konventioneller Nutztierhaltung deutlich mehr kosten, also dies aktuell in Deutschland der Fall ist.“

Die Studie leistet einen Beitrag zur Kostenwahrheit und ist bislang die erste Studie, die für Deutschland diese Umweltbelastungen errechnet hat. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die tatsächliche Preisdifferenz erheblich größer ist. Denn die Datenlage zu gravierenden weiteren Umweltfolgen, wie beispielsweise den gesellschaftlich-sozialen Auswirkungen von Antibiotikaresistenzen oder den ökologischen Auswirkungen durch den Einsatz von Pestiziden, ist so unzureichend, dass keine Aussagen in der Studie darüber getroffen werden konnten.

„Die gesellschaftlichen Folgekosten durch den immensen Einsatz von Pestiziden sind komplex und sicher hoch“, so der Pestizid-Experte der GRÜNEN LIGA Tomas Brückmann. Hier besteht Forschungsbedarf, um diese Zahlen den gesellschaftlichen Entscheidungsträgern alsbald zur Verfügung zu stellen.“
Dr. Niels Kohlschütter, Geschäftsführer der Schweisfurth Stiftung, kommentiert: „Die Preise sagen uns nicht die Wahrheit. Ökologische und soziale Kosten zahlt die Gemeinschaft und nicht der Konsument. Um Anreize für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und nachhaltigen Konsum gestalten zu können, die auf dem Respekt vor dem Lebendigen beruhen, brauchen wir die Transparenz über die wahren Kosten, die bei der Erzeugung für die Allgemeinheit entstehen. Für ein zweites Preisschild am Produkt benötigen wir die Wissenschaft, die ermittelt, was es wirklich kosten müsste.“

Stephanie Weigel, Bereichsleitung Mensch und Umwelt der Tollwood GmbH, ergänzt: „Die Politik muss umgehend Maßnahmen ergreifen und diese extreme Preis- und Marktverzerrung abstellen, die vor allem die Bio-Lebensmittel am Markt benachteiligt. Es kann nicht angehen, dass die Kosten für ökologische Schäden bei der Lebensmittelproduktion nicht eingepreist sind und stattdessen von der Allgemeinheit bezahlt werden müssen. So werden die Verbraucher an der Nase herumgeführt. Wenn die Lebensmittel im Supermarkt mit dem wahren Preis ausgezeichnet wären, würden viel mehr Menschen zu Bio-Produkten greifen, die dann kaum mehr teurer wären als konventionell erzeugte.“

Die Studie „How much is the dish – was kosten uns Lebensmittel wirklich?“ finden Sie hier als PDF-Download. 

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Genial lokal. So kommt die Ernährungswende in Bewegung

Genial lokal. So kommt die Ernährungswende in Bewegung

Vielerorts wird versucht, wieder ein lokales, umweltfreundliches und gerechtes Ernährungssystem aufzubauen – angetrieben von den Bürgerinnen und Bürgern. Ernährungsräte sollen hierbei zu einem wichtigen Instrument einer modernen Kommunalpolitik werden, denn: „Essen ist politisch.“ Ein neues Buch zeigt die Energie dieser Vernetzung auf und will dazu beitragen, dass sich Städte wieder aus der Region ernähren.

Billig-Tomaten aus Spanien, Äpfel aus Neuseeland – unsere Lebensmittel haben eine weite Reise hinter sich, ehe sie bei uns landen; Ausbeutung der Beschäftigten vor Ort und Schadstoffe gibt es nicht selten gratis dazu. Unser globalisiertes Ernährungssystem „funktioniert“, doch immer mehr Menschen sind sich der negativen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen bewusst, wollen Veränderungen – und wollen vor allem wieder wissen, woher ihr Essen kommt.

Mit ihrem am 1. Oktober 2018 erscheinenden Buch „Genial lokal. So kommt die Ernährungswende in Bewegung“ möchten der bekannte Filmemacher Valentin Thurn sowie Gundula Oertel und Christine Pohl den Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidungsmöglichkeiten über ihr Essen zurückgeben – und dazu motivieren, die Ernährungswende selbst in die Hand zu nehmen. Dabei zieht das Autorentrio Bilanz, deckt Schwächen auf und zeigt vor allem wie es – anders – geht.

Im Zentrum stehen sogenannte Ernährungsräte, zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse, die sich ausgehend von den USA stark ausbreiten. Was sind und wie funktionieren Ernährungsräte? Wo ist der nächste ansässig, was ist bei der Gründung zu beachten? Das Buch gibt Antworten und präsentiert Tipps: von A wie Arbeitsteilung bis Z wie Ziviler Ungehorsam und zeigt auf, wie lokal agierende Ernährungsräte zu einem politisch wirkungsmächtigen und bestens geeigneten Instrument zur Durchsetzung der Ernährungswende werden.

Veranstaltungen

Samstag, 6. Oktober, 13 Uhr (Berlin) 
“Stadt Land Food“
Lesung und Buchvorstellung mit Valentin Thurn, Gundula Oertel und Christine Pohl
Veranstaltungsort: Markthalle Neun/Eisenbahnstraße 42/43, 10997 Berlin.

Donnerstag, 8. November, 19:30 Uhr (Krefeld)
„10 Milliarden. Wie werden wir alle satt?“ 
Filmvorführung und Regisseurgespräch mit Valentin Thurn
Veranstaltungsort: Südbahnhof Krefeld / Werkhaus e.V.

Donnerstag, 4. April 2019, 18 Uhr (Bochum)
„Wie die Ernährungswende in Schwung kommt“ 
Vortrag von Valentin Thurn
Veranstaltungsort: Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Valentin Thurn, Gundula Oertel, Christine Pohl, »Genial lokal. So kommt die Ernährungswende in Bewegung«, 288 Seiten, Klappenbroschur, ISBN 978-3-96238-055-7, 20 Euro / 20,60 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

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Soil bacterial networks are less stable under drought than fungal networks

Soil bacterial networks are less stable under drought than fungal networks

Source: ashleigh290 / Flickr (CC BY 2.0)

Abstract:
Soil microbial communities play a crucial role in ecosystem functioning, but it is unknown how co-occurrence networks within these communities respond to disturbances such as climate extremes. This represents an important knowledge gap because changes in microbial networks could have implications for their functioning and vulnerability to future disturbances. Here, we show in grassland mesocosms that drought promotes destabilising properties in soil bacterial, but not fungal, co-occurrence networks, and that changes in bacterial communities link more strongly to soil functioning during recovery than do changes in fungal communities. Moreover, we reveal that drought has a prolonged effect on bacterial communities and their co-occurrence networks via changes in vegetation composition and resultant reductions in soil moisture. Our results provide new insight in the mechanisms through which drought alters soil microbial communities with potential long-term consequences, including future plant community composition and the ability of aboveground and belowground communities to withstand future disturbances.

Read or download full study here.

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Publikationsreihe Journalismus & Nachhaltigkeit

Publikationsreihe Journalismus & Nachhaltigkeit

Die digitale Publikationsreihe Journalismus & Nachhaltigkeit des gemeinnützigen Netzwerks Weitblick richtet sich an journalistische Bildungseinrichtungen und an Journalistinnen und Journalisten. Die 12 Bände eignen sich für den Unterricht ebenso wie für die persönliche Fortbildung. Die Handreichungen bieten Wissen, Einordnung und Handwerkszeug für die Recherche sowie Tipps, weiterführende Hinweise, Literaturempfehlungen und Übungen.

Die Modulhandbücher und Skripte sind das Ergebnis eines Qualifizierungsprojekts des Netzwerks Weitblick, eines Vereins von Journalisten für Journalisten, der das Ziel hat, die Information, Diskussion und Meinungsbildung zu Nachhaltigkeitsthemen voranzubringen. Netzwerk-Mitglieder haben 12 Lehrmodule entwickelt und gemeinsam mit journalistischen Bildungseinrichtungen erprobt. Sie haben in den vergangenen zwei Jahren mehr als 130 zumeist angehende Journalisten zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen geschult und interdisziplinäres Handwerkszeug und Gespür für die spezifischen Herausforderungen und Lösungen vermittelt. Die Publikationsreihe bündelt das Wissen und bietet Journalistinnen und Journalisten reichlich Lesestoff.

Bildungseinrichtungen erhalten durch die 12 Bände geballtes Know-how, solide Grundlagen und Materialien für Unterricht, Seminare und Workshops – damit Medienschaffende in ihrem Berufsalltag andere Fragen stellen und aus neuen Perspektiven interessant und konstruktiv berichten. Mithilfe der 12 Lehrmodule können angehende und gestandene Journalistinnen und Journalisten den Faden von Lieferketten aufnehmen (Band 2), Finanzströme hinterfragen (1), berichten, wie man aus Dreck Gold macht (4), und mit dem Ganzen im Blick (8) Wege aus der Sackgasse veralteter Mobilitätskonzepte aufzeigt (9). Sie lernen Greenwashing von seriöser Kommunikation zu unterscheiden (3), Wirtschaftswachstum zu reflektieren (5) und erfahren, was die Wissenschaft für sie bereithält (10). Storytelling (6) macht selbst die Energiewende (7) gut verdaubar, und an der Berichterstattung über zu wenig Trinkwasser (12) und zu viel Fleischkonsum (11) müssen sich Journalistinnen und Journalisten dank einführenden Hinweisen nicht mehr die Zähne ausbeißen.

Die Autoren und Autorinnen sind erfahrene Journalisten, die sich seit Jahren mit den journalistischen Herausforderungen zu Nachhaltigkeitsfragen befassen, in Beiträgen für renommierte Medien und/oder in eigenen Büchern. IWE-Sprecher Wilfried Bommert hat für die Reihe den Band „Kampf ums Wasser“ und „Das Fleisch und der Hunger“ mit verfasst. Mitdenken von Nachhaltigkeit im journalistischen Fragenkatalog führt zu tieferen, neuen Einsichten – und guten Geschichten. Denn Nachhaltigkeit ist ein Querschnittsthema und gehört in jedes Ressort: in die Verbraucherstrecke, den Modeteil und den Sport genauso wie in den Wirtschaftsteil, ins Feuilleton und in die Politik. Ob als Hauptthema oder als Aspekt systematisch berücksichtigt – immer geht es bei Nachhaltigkeit um unser aller Zukunftsfähigkeit.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit finden Sie hier. Die Erlöse aus dem Verkauf dieser Publikationen fließen den Zwecken des gemeinnützigen Vereins Netzwerks Weitblick e.V. zu. 

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Nachhaltigkeit in der Ernährung: Bezugsrahmen und Programme der Vereinten Nationen, in Europa und Deutschland – SDGs

Nachhaltigkeit in der Ernährung: Bezugsrahmen und Programme der Vereinten Nationen, in Europa und Deutschland – SDGs

Von Dr. Karl v. Koerber, Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e. V., München

Zusammenfassung „Nachhaltigkeit in der Ernährung: Bezugsrahmen und Programme der Vereinten Nationen, in Europa und Deutschland – UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)“

Angesichts der drängenden globalen Herausforderungen bedarf es großer gesellschaftlicher Anstrengungen mit weitreichenden Kooperationen aller beteiligten Akteure in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, NGOs, Medien und Praxis. Neben förderlichen politischen Rahmenbedingungen sind intensivierte Bildungsanstrengungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen notwendig, um die Verbraucherinnen und Verbraucher zu nachhaltigem Verhalten zu motivieren. Hierzu gehört unter anderem ein vermehrter Kauf von „nachhaltig“ erzeugten, verarbeiteten und gehandelten Lebensmitteln sowie ein verstärktes Angebot von „nachhaltigen“ Gerichten in der Außer-Haus-Gastronomie.

Die Vereinten Nationen zielen auf eine globale Transformation in Richtung Nachhaltigkeit – Ausgangsbasis hierfür ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ von 1948. Die UN haben hierfür verschiedene neue Instrumente ins Leben gerufen: die Agenda 2030 (einschließlich der UN-Ziele für nachhaltige-Entwicklung, SDGs), den Zehn-Jahres-Rahmenplan von Programmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster (darun- ter das Programm nachhaltige Ernährungssysteme) sowie das Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die SDGs sind in der Tat ehrgeizige Ziele, die in nur noch elf Jahren erreicht sein sollen – bzw. müssen, um dem Überleben der Menschheit und aller Lebewesen sowie dem friedlichen Zusammenleben eine reelle Chance einzuräumen.

Auch auf europäischer Ebene gibt es verschiedene Aktivitäten zu Nachhaltiger Ernährung. Für Deutschland wurden von der Bundesregierung Umsetzungsprogramme beschlossen. Darüber hinaus existieren mehrere Netzwerke für Nachhaltige Ernährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Den kompletten Buchbeitrag „Nachhaltigkeit in der Ernährung: Bezugsrahmen und Programme der Vereinten Nationen, in Europa und Deutschland – UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)“ von Dr. Karl v. Koerber, Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e. V., München finden Sie unten stehend als PDF zum Download.

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IATP Study: How big meat and dairy are heating up the planet

IATP Study: How big meat and dairy are heating up the planet

„The world’s biggest meat and dairy companies could surpass ExxonMobil, Shell and BP as the world’s biggest climate polluters within the next few decades. At a time when the planet must dramatically reduce its greenhouse gas emissions, these global animal protein giants are driving consumption by ramping up production and exports. GRAIN and IATP examined the world’s largest 35 companies and found that most are not reporting their GHG emissions data and few have set targets that could reduce their overall emissions. We need to urgently build food systems that meet the needs of farmers, consumers and the planet. But to do so, we must break the power of the big meat and dairy conglomerates and hold them to account for their supersized climate footprint.

New research from GRAIN and IATP shows that:
• Together, the world’s top five meat and dairy corporations are now responsible for more annual greenhouse gas emissions than ExxonMobil, Shell or BP.
• By 2050, we must reduce global emissions by 38 billion tons to limit global warming to 1.5 degrees Celsius. If all other sectors follow that path while the meat and dairy industry’s growth continues as projected, the livestock sector could eat up 80% of the allowable GHG budget in just 32 years.
• Most of the top 35 global meat and dairy giants either do not report or underreport their emissions. Only four of them provide complete, credible emissions estimates.
• Fourteen of the 35 companies have announced some form of emission reduction targets. Of these, only six have targets that include supply chain emissions, yet these emissions can account for up to 90% of total emissions. The six companies that do pledge cuts in supply chain emissions are
simultaneously pushing for growth in production and exports, driving their overall emissions up regardless of their intention to reduce emissions per kilo of milk or meat produced.

To avert climate catastrophe, we must reduce production and consumption of meat and dairy in overproducing and overconsuming countries and in affluent populations globally, while supporting a transition to agroecology.

More information here. Download PDF of IATP study „Emissions impossible: How big meat and dairy are heating up the planet“ (July 2018) here.

IWEIATP Study: How big meat and dairy are heating up the planet
WFP: 10 Mythen über den Welthunger

WFP: 10 Mythen über den Welthunger

Das UN World Food Programme, das als größte humanitäre Organisation der Welt den Hunger weltweit bekämpft, hat eine Liste mit den 10 häufigsten Mythen über den Welthunger erstellt und mit den Fakten verglichen. Die Liste umfasst folgende Mythen: „Hunger bedeutet, nicht genug zu essen zu haben“; „Alle Hungernden der Welt leben in Afrika“; „Es wird nie genug Nahrung geben, um die ganze Welt zu ernähren“; „Hunger wird allein von Dürren und anderen Naturphänomenen verursacht“; „Hunger ist nur eine Gesundheitsfrage“; „Es gibt genug Probleme auf der Welt. Warum soll ich mich mit Hunger in anderen Ländern beschäftigen?“; „Hunger und Hungersnöte sind schwer vorauszusagen. Man kann sich nicht auf sie vorbereiten“; „Menschen leiden nur in Notsituationen Hunger“; „Es gibt dringendere globale Probleme als Hunger. Was ist mit Armut, bewaffneten Konflikten und der Benachteiligung von Frauen?“; „Wir können nichts tun, um den Hungernden zu helfen“.

Lesen Sie den kompletten Beitrag „10 Mythen über den Welthunger “ hier.

Foto: WFP Delivers Food to North Darfur IDP Camps, United Nations Photo / Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

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Naturbewusstseinsstudie: Deutsche wollen besseren Meeresschutz und keine Genpflanzen

Naturbewusstseinsstudie: Deutsche wollen besseren Meeresschutz und keine Genpflanzen

Das BMU hat die mittlerweile fünfte Naturbewusstseinsstudie vorgelegt, der eine bundesweite Befragung zugrunde liegt. Eine große Mehrheit der Deutschen sieht die Vermüllung der Meere durch Plastik als Gefahr für den Naturschutz und unterstützt die Einrichtung von Meeresschutzgebieten. Die große Mehrheit der mehr als 2.000 Befragten der aktuellen Naturbewusstseinsstudie wünscht sich auch strengere Regeln und Gesetze, damit die Fischerei mehr für den Schutz der Meeresumwelt tut. Verbraucherinnen und Verbraucher wollen sich zudem darauf verlassen können, dass der Handel keine Produkte von bedrohten Fischarten anbietet. Ein Großteil der Bevölkerung spricht sich außerdem für eine Kennzeichnungspflicht von tierischen Produkten aus, die mit gentechnisch manipulierter Nahrung gefüttert wurden. Das sind einige Ergebnisse der alle zwei Jahre erscheinenden Naturbewusstseinsstudie.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Im Kampf gegen den Plastikmüll in unseren Meeren unterstützt uns fast die gesamte Bevölkerung. Die Vermüllung gefährdet Ökosysteme auf dem ganzen Planeten. Wir müssen daher weltweit überflüssiges Plastik vermeiden und den Rest im Kreislauf
halten und recyceln. Eine große Mehrheit der Befragten unterstützt zudem Meeresschutzgebiete und strengere Regelungen für die Fischerei zum Schutz der Natur. Auch die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Gentechnik nehme ich sehr ernst. Wir brauchen endlich bundesweit einheitliche Regelungen, um den Anbau von Genpflanzen zu verbieten.“

Gegenüber dem Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft vertritt eine große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland eine skeptische Position:
So sprechen sich 79 Prozent der Befragten für ein Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft aus. 93 Prozent sind der Meinung, dass mögliche Auswirkungen auf die Natur immer untersucht werden sollten, wenn Pflanzen gezielt gentechnisch verändert werden. Ebenso sprechen sich 93 Prozent der Befragten dafür aus, Lebensmittel von Tieren, die mit gentechnisch veränderter Nahrung gefüttert werden, im Handel zu kennzeichnen.

Der aktuellen Naturbewusstseinsstudie liegt eine bundesweite Befragung zugrunde, die zum Jahresende 2017 durchgeführt wurde. Insgesamt 2.065 zufällig ausgewählte Personen aus der deutschsprachigen Wohnbevölkerung im Alter ab 18 Jahren nahmen an der Studie teil. Die Naturbewusstseinsstudie erfasst die gesellschaftlichen Einstellungen zur Natur und biologischen Vielfalt in Deutschland. Sie stellt aktuelle und empirisch abgesicherte Daten bereit, die für die Naturschutzpolitik, den öffentlichen Diskurs und die Bildungsarbeit wertvolle Grundlagen sind. Die Naturbewusstseinsstudien werden im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz seit 2009 alle zwei Jahre veröffentlicht.

Die Naturbewusstseinsstudie 2017 sowie ein Informationspapier mit wesentlichen Aussagen der Studie stehen hier zum Download bereit.

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Peer Review 2018: „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“

Peer Review 2018: „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“

Die Peer Review 2018 zur „Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie“ wurde vom Bundeskanzleramt in Auftrag gegeben, Herausgeber ist der Rat für nachhaltige Entwicklung. Sie wurde auf der 18. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) Anfang Juni in Berlin vorgestellt
 
In diesem Bericht wird die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie bewertet – darauf basierend wurden Empfehlungen formuliert. Unter anderem richtet sich eine Empfehlung an alle beteiligten Akteure in Deutschland, ihre Bestrebungen zu verstärken für „eine Trendumkehr beim Verlust der biologischen Vielfalt und die Realisierung grundlegender Veränderungen, die für unsere Milch- und Fleischindustrie sowie unsere Ernährung insgesamt notwendig sind, in ähnlichem Ausmaß wie bei der Energiewende“.
Sie können die Peer Review (ab S. 43 auf Deutsch) hier herunterladen
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Urban policy for food sovereignty

Urban policy for food sovereignty

The third issue „Urban policy for food sovereignty“ of the „Think Piece Series Food for Thought“ comes out exploring what booming cities and urban processes mean for the future of food systems. After looking into the potential of public policies, this issue analyzes how urban policy processes might be leveraged to contribute to the realization of food sovereignty, understood as “the right of peoples to define their own food and agricultural systems”.

More particularly, it elaborates how rights-based social movements and community-based organizations have negotiated space, within urban policy processes in European cities, and what lessons might be drawn for social movements and activists working on food and agriculture-related issues.

“Think Piece Series Food for Thought” comes under the initiative of Transnational Institute, FIAN International, Hands on the Land and Terra Nuova.

Download „Urban policy for food sovereignty“ here.

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