Dokumentarfilm: Zeit für Utopien

Dokumentarfilm: Zeit für Utopien

Gibt es nach dem Zusammenbruch des „realen Sozialismus“, neben dem Kapitalismus, der global immer polarisierender Reichtum und Armut produziert, ein Gesellschaftsmodell, über das nachzudenken und um das zu streiten sich lohnt? Dieser Frage geht der Regisseur Kurt Langbein in seinem Dokumentarfilm ZEIT FÜR UTOPIEN nach, der heute in den Kinos startet. Er stellt darin vier Menschen und Initiativen vor, die sich entschlossen haben, Wege jenseits von Gier und Profitstreben zu gehen.

Sie sind keine AussteigerInnen, sondern EinsteigerInnen in eine neue Gesellschaft. „Ich wollte nicht mehr Teil des Problems sein, sondern Teil der Lösung werden“, erzählt Petra Wähning von ihrem Entschluss, ein Projekt der „Solidarischen Landwirtschaft“ zu starten. Statt ihr Geld im Supermarkt zu lassen, investieren 300 KonsumentInnen direkt in einen landwirtschaftlichen Betrieb und werden dafür von diesem mit Lebensmitteln versorgt. Aber lassen sich mit Modellen, die im Kleinen funktionieren, auch große Städte versorgen? Auf jeden Fall! Petra Wähning entdeckt in Südkorea die Genossenschaft ‚Hansalim’, deren Bauern und Bäuerinnen 1,5 Millionen Menschen mit regionaler Frischkost in Bio-Qualität versorgen. Rund siebzig Prozent der Konsumentenpreise landen direkt bei den HerstellerInnen, so haben die Bauern und Bäuerinnen von ‚Hansalim’ eine gute Perspektive.

Laura Gerritsen, Produktmanagerin von ‚Fairphone’, macht sich auf den Weg zu den Kobalt-Minen im Kongo. Sie versucht faire Produktionsbedingungen für die Metalle zu etablieren, mit denen Smartphones funktionieren. „Alles was wir in Europa kaufen, hat einen Einfluss auf die Herstellungsländer, die sich sehr oft im Süden befinden. Wir wollen Signale für die Konzerne geben, dass für die KonsumentInnen neben Gewinn auch soziale und ökologische Kriterien wichtig sind“. Im Züricher Wohnprojekt ‚Kalkbreite’ wird vorgelebt, wie man energiesparend und umweltfreundlich leben kann, ohne auf einen angenehmen Lebensstil verzichten zu müssen. Der Konzern Unilever will eine Fabrik in Südfrankreich schließen. Statt sich ihrem Schicksal zu ergeben, wehrt sich die Belegschaft: Sie besetzt die Fabrik. 1336 Tage dauert ihr Kampf, der schließlich erfolgreich endet: Heute verwalten die MitarbeiterInnen den Betrieb als Genossenschaft ‚Scop-Ti’ selbst.

„Zeit für Utopien“, Regie: Kurt Langbein, Österreich 2018, 95 Min.

Foto: Reisbauer der Kooperative Hansalim vor Skyline. C. Roth, ©Langbein & Partner Media

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Dokumentarfilm: Das System Milch

Dokumentarfilm: Das System Milch

von Andreas Pichler

Der renommierte Regisseur Andreas Pichler („Das Venedig Prinzip“) trifft Landwirte, Industrielle, Wissenschaftler und anderen Experten, um die Frage zu beantworten, welche weitreichenden Folgen das große Geschäft mit der Milch hat – auf die Tiere, auf die Umwelt und auf uns Menschen selbst.

Mehr Informationen zum Film finden Sie hier.

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Dokumentarfilm: Code of Survival

Dokumentarfilm: Code of Survival

Die Geschichte vom Ende der Gentechnik

Der Dokumentarfilm „Code of Survival – Die Geschichte vom Ende der Gentechnik“ von Bertram Verhaag („Der Bauer und sein Prinz“) startet am 1. Juni 2017 in den deutschen Kinos.

Millionen Tonnen von Monsantos „Roundup“ mit seinem Hauptwirkstoff Glyphosatwerden Jahr für Jahr weltweit auf Felder ausgebracht. Diese Giftwaffe wird jedoch stumpf, denn die Natur bildet resistente Unkräuter, die sich in biblischen Ausmaßen vermehren und nun ein Superwachstum an den Tag legen, das Nutzpflanzen überwuchert und abtötet. Dieser Form der zerstörerischen Landwirtschaft setzt der überaus spannend erzählte und vielschichtige Dokumentarfilm drei nachhaltige Projekte entgegen: Die Teeplantage AMBOOTIA in Indien, das Projekt SEKEM inmitten der Wüste Afrikas und FRANZ AUNKOFER, einer der ersten Biobauern Deutschlands.

In seinem aktuellen Film konfrontiert Regisseur Bertram Verhaag die Kraft der ökologischen Landwirtschaft mit den Auswirkungen des giftgestützten Anbaus. Der Film stellt die entscheidende Frage: In welcher Art von Landwirtschaft liegt der „Code of Survival“ auf unserem Planeten?

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

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Dokumentarfilm: Konzerne als Retter?

Dokumentarfilm: Konzerne als Retter?

Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe

Die Vereinten Nationen haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen Armut und Hunger weltweit beendet werden. Um das zu erreichen, setzt die staatliche Entwicklungshilfe zunehmend auf die Privatwirtschaft. Die öffentlichen Gelder seien knapp, zusätzliche Investitionen aus der Wirtschaft nötig, um sogenannte Hebeleffekte zu erzielen.

Der Einsatz unternehmerischen Know-hows kreiere eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, so die Befürworter des Trends aus Politik und Wirtschaft. Kritiker halten dagegen, dass das Einbeziehen von Konzernen in die Entwicklungshilfe eine Außenwirtschaftsförderung sei und nicht den Hungernden zugutekomme.

Die Dokumentation „Konzerne als Retter?“ von Caroline Nokel und Valentin Thurn analysiert die politischen Hintergründe öffentlich-privater Partnerschaften in der Entwicklungshilfe. Sie beleuchtet sieben unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit im Ernährungs- und Landwirtschaftssektor in Kenia, Sambia und Tansania: vom Versuch deutscher Unternehmen, die Produktivität kenianischer Kartoffelbauern zu steigern, bis hin zum Investmentfonds, der Entwicklungsgelder nutzt, um mit gigantischen Soja- und Maisplantagen Rendite für Anleger in Deutschland zu erzielen.

Der aufwendig recherchierte Film zeigt den Missbrauch staatlicher Entwicklungsgelder durch die Industrie auf und macht den Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinbäuerlicher Landwirtschaft deutlich. Ist die Zusammenarbeit von privat und Staat in der Entwicklungszusammenarbeit möglich, so dass die lokale Bevölkerung auch wirklich von ihr profitiert?

Der Dokumentarfilm „Konzerne als Retter? Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe“ ist noch bis zum 7. August in der Arte Mediathek verfügbar. Mehr Informationen zum Film finden Sie hier.

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Online-Video-Kurs: Nachhaltigkeit in der Ernährung

Online-Video-Kurs: Nachhaltigkeit in der Ernährung

Der Online-Video-Kurs „Nachhaltigkeit in der Ernährung“ der Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung ist ab sofort auf YouTube verfügbar. In 18 Lerneinheiten von je 30-60 Minuten Laufzeit behandelt der Kurs auf regionaler, nationaler und globaler Ebene die Auswirkungen von Ernährungsverhalten & Ernährungssystemen auf Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur.

Ausgangspunkt der Reihe sind globale Herausforderungen wie Klimawandel, Armut/Welthunger, Wassermangel, Existenzsicherung kleiner und mittlerer Betriebe sowie ernährungsmitbedingte Krankheiten. Zentral ist die Vermittlung praktischer Lösungsmöglichkeiten anhand von sieben „Grundsätzen für eine Nachhaltige Ernährung“.

Teilnehmende des Online-Kurses werden befähigt, die Auswirkungen des persönlichen Ernährungsverhaltens und der globalen Ernährungssysteme kritisch zu hinterfragen sowie Lösungsmöglichkeiten zu identifizieren und umzusetzen. Sie bilden sich über ganzheitliche Zusammenhänge von „Nachhaltigkeit in der Ernährung“ intensiv fort und werden angeregt, das erworbene Wissen in ihre Berufspraxis zu integrieren und professionell weiterzugeben.

Den Online-Video-Kurs „Nachhaltigkeit in der Ernährung“ finden Sie hier.

Ergänzend gibt es alle Foliensätze mit der Literatur-Dokumentation sowie eine ausführliche Projektbeschreibung zum Download.

 

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10 Keys for a healthier Life and World

10 Keys for a healthier Life and World

„10 Keys for a healthier life and World“ is a decalogue for sustainable food and nutrition in the community. This Decalogue was developed based on an expert consensus meeting held in Gran Canaria Spain on the 8th and 9th of April 2016.

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Bio & Faire Wertschöpfungsketten in Regionen

Bio & Faire Wertschöpfungsketten in Regionen

Das Projekt „Bio&Faire Wertschöpfungsketten in den Regionen“ hat einen neuen Berechnungsansatz entwickelt, der regionale Wertschöpfungsbeiträge von Bio-Unternehmen für VerbraucherInnen nachvollziehbar macht. Wie genau dieser funktioniert, erklärt der kurze Clip.

Das Projekt „Bio&Faire Wertschöpfungsketten in den Regionen“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramm ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Mehr Informationen zu dem Projekt hier.

 

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Dokumentarfilm: Seeds of Freedom Tanzania

Dokumentarfilm: Seeds of Freedom Tanzania

„Uhuru wa Mbegu za Wakulima (Seeds of Freedom Tanzania) captures the testimonies of farmers whose customary rights to save, share and exchange seeds are threatened by seed laws designed to replace traditional varieties with commercial hybrids, and hand over control to the global seed companies. The 29-minute film follows local seed producer, Mathias Mtwale, as he meets with farmers, researchers, seed suppliers, regulators, and legislators to clarify the issues, and make the case for a fair deal for farmers.“ [Global Juctice UK, read full article here]

 

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Lobbyregister: Demokratie braucht Fairness und Transparenz

Lobbyregister: Demokratie braucht Fairness und Transparenz

Campact

Transparenz ist Voraussetzung für eine lebendige Demokratie. Deshalb haben BürgerInnen das Recht zu wissen, wer bei politischen Entscheidungen mitmischt. Doch CDU und CSU blockieren klare Regeln für Lobbyisten. Dieser Film erklärt in 150 Sekunden, was ein Lobbyregister ist – und warum wir es brauchen. (Via Campact.)

 

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Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

Dokumentarfilm zeigt innovative Projekte statt großer Probleme

In einer Zeit, in der uns täglich düstere Hiobsbotschaften von Klimakatastrophen und Ähnlichem zu lähmen scheinen, setzt der Dokumentarfilm Tomorrow auf Lösungen. Der Aktivist Cyril Dion und die Schauspielerin Mélanie Laurent ziehen mit ihrem Filmteam los und fragen: Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Sie sprechen mit ExpertInnen und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

Der Film wurde mit dem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet und avancierte in Frankreich bereits zum Doku-Liebling 2016. Am 29. April feiert der Film seine Berlin-Premiere im City Kino Wedding in Anwesenheit des Filmemachers und Aktivisten Cyril Dion.

Auf der Homepage zum Film finden sich neben Kinodaten auch eine Übersicht der AktivistInnen und ExpertInnen des Films sowie ein Blog zum Thema Landwirtschaft, der die Top 5 der lokalen Lösungen für eine bessere Ernährung in Deutschland vorstellt.

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